Deutsche Tageszeitung - ポツダム、マイク・シューベルト市長、市役所報道官のマイク・ブランズローと55ユーロを3分間で

ポツダム、マイク・シューベルト市長、市役所報道官のマイク・ブランズローと55ユーロを3分間で


ポツダム、マイク・シューベルト市長、市役所報道官のマイク・ブランズローと55ユーロを3分間で
ポツダム、マイク・シューベルト市長、市役所報道官のマイク・ブランズローと55ユーロを3分間で

マスコミは、あからさまな無能、公権力の不祥事、役人の泣きべそをよく報道している。これらのレポートは、多くの場合、一般の人々の利益となるように作成されています。

1993年5月13日に制定されたブランデンブルク州報道法(ブランデンブルク州の新聞法)は、第3項において、「報道機関の公共的任務」として、「報道機関は、特にニュースを調達して広め、コメントし、批判し、その他個人および公共の意見の自由な形成に寄与することによって公共的任務を遂行する」と述べています。この点で、刑法第193条の意味における正当な利益を根本的に保護するものである。"

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ブランデンブルク州の州都ポツダムは、183,154人(2021年12月現在)の人口と、16の印象的な城、宮殿、壮大な建物を有しており、これらの壮大な城を見るために、観光客は市内に車やバスを停めなければなりません。

2021年11月以降、マイク・シューベルト(SPD)はポツダム市長となり、市民から月額10,786.67ユーロ(B7等級)を受け取り、さらに交通費と社用車の任意の払い戻しを受け、それによってポツダム市民は、ガソリンとディーゼル価格の上昇に伴うインフレの時でさえ、最近では運転手付き高級アウディA8リムジンでマイク・シューベルト市長を見てきたと主張しているのである。(出典:https://www.gehaltsvergleich.com/news/was-verdient-eigentlich-ein-buergermeister)
次回は、マイク・シューベルト市長の社用車使用、インフレ、社用車の私的利用について詳しく見ていきたいと思います。

今、話題になっているのは、州都ポツダムで駐車違反の可能性があり、すぐに55.00ユーロになることです(表紙写真参照)。
しかし、停車と駐車はどう違うのでしょうか?停車とは、交通状況や命令によるものではない、意図的な旅の中断のことです。一方、すぐに介入して走り去る可能性がないのに車を離れたり、3分以上停車している人は駐車違反となります。歩道やサイクリングロードに駐車した場合、55.00ユーロの罰金が科せられます。
州都ポツダムの3211課(ワーキンググループ検査フィールドサービス)の職員がバルブの位置まで書き込んでいることを考えると、今は停車中なのか駐車中なのか、自問自答することになる。我々が犯行現場とされる場所を視察した後、市の検査局フィールドサービスの勤勉な職員は、確かに車両の運転手を見たはずだ。バルブ位置の記録と表記は数秒ではできないし、たった「3分」の「駐車」が、実際には「駐車」であり停止ではないかどうかは、罰金のカタログにはっきりと書かれているからだ......。

この件に関する我々の報道記事の発表により、州都の報道局長代理のヤン・ブルンズロー氏が現場に呼ばれ、昨日、2022年7月20日(水)17時38分に我々に宛てて、"あなたやあなたの編集局のジャーナリストたちが、報道コードによる報道上の注意義務で定められているように、重大メディアが行うように、単に問題の事実を我々に説明し、それに応じて我々が対応できるような報道上の質問を繰り返し行わないのは遺憾だ "と書いているのです。
ヤン・ブルンスロー氏は、自分がよく知っているポツダムの地方紙に、このことはプレスコード(法律ではなく、単なるカジュアルなガイドライン)には一字一句書かれていない、と聞くこともできたはずだ。ブルンツロー氏は法曹界にも良い人脈を持っているはずである(RENO)。それによって、州都ポツダムの報道局長代理のヤン・ブルンツロー氏の前述のメールでの「評価」は、全く疑わしいと思われるのである。(出典:https://www.presserat.de/pressekodex.html)

前述の州都の報道・広報部門長代理のヤン・ブルンズロー氏のメールは、さらに驚くべきものだ。介護度5の重度障害児のスキャンダルに関連して、過去に報道記事についてあまり聞いたことがない。それによって、このスキャンダルをここで思い出すことになる。https://www.BerlinerTageszeitung.de/politik/89529-mike-schubert-brigitte-meier-ursula-nonnenmacher-oder-der-skandal-in-potsdam-um-ein-schwerbehindertes-kleinkind-und-seinen-kita-platz-2.html.

メディアに関して言えば、この時点でドイツ連邦共和国のメディアの状況は大きく変わったと言わざるを得ないでしょう 今日、環境に有害な紙で作られた印刷物の新聞に対抗するものは、インターネットの存在、携帯電話の提供、オンライン新聞、ソーシャルウェブでの存在です。
2012年、ドイツにおける印刷された日刊紙の発行部数は、現在よりかなり多かった。2021年の統計では、2022年になっても印刷された新聞は1100万部売れると予測されていた-そして、それは2034年に終わるという。今日の視点から見ると、印刷された新聞の結果はさらに悲惨である。現在のジャーナリストの計算によると、印刷された日刊紙はすでに2033年に最後の発行となり、あと11年である。
このとき、「印刷された新聞は昨日の出来事だ」という古風な言葉が頭をよぎります。

インフレ圧力が高まっている。ドイツでは、多くの人が、これからますます余裕がなくなることを心配しています。連邦統計局によると、2022年6月のインフレ率は+7.6%という驚異的な数字でした。間違った場所に駐車したとされる55.00ユーロの罰金は、公共の財布のために適切な時期に来ているようだ。 ポツダム市、市長マイク・シューベルト(SPD)の責任範囲内で、それが正当化されるかどうかは、少なくとも罰金のカタログに関しては疑問視されなければなりません、55.00ユーロは10786.67ユーロの月給でマイクシューベルトにたくさんあるかどうか、読者は自分で決めることができます...。

近々、ポツダムの建設現場、封鎖された道路、自治体の整備の遅れ、公用車の私的利用、代表代行とそのジャーナリストとしての履歴、その結果としての地方紙との接触、ポツダムの家賃、ポツダムの居住許可付与の待ち時間-ウクライナ難民のために、もちろん、文化都市としてのポツダムとその振興について10(テン)の報道記事シリーズでレポートする予定です。  (P.Vasilyevsky--DTZ)。

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Genesis GV60 Magma vor dem Start

Mit dem neuen Genesis GV60 Magma rückt ein Modell näher, das für die Marke weit mehr bedeutet als nur eine weitere besonders starke Variante eines bestehenden Elektroautos. Der Wagen steht für einen strategischen Richtungswechsel. Genesis will sich nicht länger allein über Design, Materialqualität und leisen Luxus definieren, sondern künftig auch über eine eigene, glaubwürdige Form von Hochleistung. Genau deshalb ist der GV60 Magma so wichtig: Er ist nicht irgendein sportliches Derivat, sondern das erste Serienfahrzeug der neuen Magma-Welt – und damit der konkrete Beweis, dass aus einer Idee nun ein echtes Produkt wird.Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Der reguläre GV60 wurde zuletzt technisch und optisch spürbar weiterentwickelt, die Marke hat ihre Elektrokompetenz sichtbar geschärft, und gleichzeitig wächst im Premiumsegment der Druck, Leistung, Digitalisierung und Markencharakter enger miteinander zu verknüpfen. Viele Hersteller können heute schnell beschleunigende Elektroautos bauen. Die eigentliche Frage lautet längst nicht mehr nur, wie viel Leistung ein Fahrzeug bietet, sondern wie diese Leistung inszeniert, dosiert und in ein glaubwürdiges Gesamtbild übersetzt wird. Genau an dieser Stelle versucht Genesis, mit dem GV60 Magma einen eigenen Akzent zu setzen.Schon der erste Blick macht klar, dass der Magma nicht bloß ein kosmetisch geschärfter GV60 sein soll. Das Auto tritt breiter, tiefer und deutlich gespannter auf. Die Proportionen wirken gedrungener, die Karosserie steht satter auf der Straße, die Anbauteile sind nicht bloß dekorativ, sondern auf Abtrieb, Kühlung und Hochgeschwindigkeitsstabilität angelegt. Frontpartie, Seitenschweller, Heckspoiler und Luftführung folgen sichtbar einer funktionalen Logik. Dazu kommen geschmiedete 21-Zoll-Räder, breite Reifen und eine Gesamtanmutung, die weniger auf plakative Aggressivität als auf kontrollierte Präsenz setzt. Gerade darin liegt eine der interessantesten Eigenschaften dieses Fahrzeugs: Genesis versucht, Sportlichkeit nicht über optische Übertreibung zu definieren, sondern über Spannung, Haltung und technische Glaubwürdigkeit.Auch beim Antrieb geht der GV60 Magma einen klaren Schritt über das bisherige GV60-Angebot hinaus. Zwei Elektromotoren und Allradantrieb bilden die technische Basis. Regulär steht bereits ein sehr hohes Leistungsniveau zur Verfügung, im Boost-Modus steigt die Systemleistung noch einmal deutlich an. Genesis positioniert den Magma damit an der Spitze seiner elektrifizierten Modellpalette. Hinzu kommen eine Höchstgeschwindigkeit, die in dieser Klasse auffällt, sowie ein 0-auf-200-km/h-Wert, der unmissverständlich zeigt, dass hier nicht nur der übliche Elektro-Sprint aus dem Stand gemeint ist, sondern echte Leistung auch jenseits der ersten Meter. Gerade das ist ein wichtiger Unterschied: Viele Elektroautos fühlen sich anfangs spektakulär an, verlieren aber mit wachsender Geschwindigkeit an Eindringlichkeit. Der GV60 Magma soll genau diese Lücke schließen.Bemerkenswert ist dabei, dass Genesis den Wagen trotz seiner Performance-Ausrichtung nicht als kompromisslose Rennstreckenmaschine präsentiert. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine Synthese aus Kraft, Kontrolle und Premium-Komfort. Die Batterie fällt mit 84 kWh großzügig aus, die Schnellladefähigkeit bleibt hoch, und auch die offizielle Reichweite zeigt, dass das Fahrzeug seinen Alltagseinsatz nicht dem bloßen Effekt opfert. Der GV60 Magma will also nicht nur beeindrucken, sondern benutzbar bleiben. Das ist für seine künftige Marktrolle entscheidend. Ein Modell wie dieses muss heute zwei Erwartungen gleichzeitig erfüllen: Es soll emotional aufgeladen sein, aber zugleich im täglichen Betrieb nicht anstrengend wirken. Genau diesen Spagat macht Genesis zur Kernbotschaft.Dass es sich beim Magma nicht um eine Showcar-Übung handelt, zeigt der Blick unter die Oberfläche. Fahrwerk, Geometrie und Wankzentrum wurden gezielt überarbeitet, dazu kommen elektronische Dämpfersysteme, spezielle Regelstrategien und eine Bremsanlage, die auf das erhöhte Leistungsniveau abgestimmt ist. Ebenso wichtig ist die Temperaturkontrolle des Batteriesystems. Wer Hochleistungs-Elektroautos ernst nimmt, weiß, dass nackte Spitzenwerte allein wenig bedeuten, wenn Thermomanagement, Reproduzierbarkeit und Standfestigkeit nicht mithalten. Genesis adressiert genau diese Punkte mit einer eigenen Hochleistungs-Batteriesteuerung. Das ist ein Hinweis darauf, dass der GV60 Magma nicht nur für einzelne spektakuläre Beschleunigungsmanöver gedacht ist, sondern auch für wiederholbare Performance unter Last.Besonders interessant ist der Innenraum, weil sich dort die eigentliche Philosophie des Fahrzeugs verdichtet. Genesis verzichtet nicht auf Luxus – im Gegenteil. Hochwertige Oberflächen, eine bewusst ruhige Raumwirkung, spezielle Sitze, exklusive Materialkombinationen und markentypische Sorgfalt im Detail bleiben erhalten. Gleichzeitig hält eine neue, stärker performance-orientierte Bedienlogik Einzug. Ein spezieller Magma-Modus verändert die Instrumentendarstellung, wichtige Fahrdaten rücken in den Vordergrund, das Head-up-Display konzentriert sich stärker auf fahrrelevante Informationen. Dazu kommen virtuelle Schaltimpulse, spezifische Klangwelten, Launch Control, Drift-Funktion und verschiedene Fahrprogramme, die den Charakter des Fahrzeugs spürbar verändern sollen. Das ist technologisch und kulturell interessant, weil Genesis hier zwei Welten zusammenführt: die klassische Premium-Idee von Ruhe und Souveränität einerseits und das inzwischen im Elektrozeitalter neu erfundene, digital unterstützte Performance-Erlebnis andererseits.Gerade diese Mischung dürfte den GV60 Magma im Markt von anderen Hochleistungs-Elektroautos unterscheiden. Während einige Wettbewerber maximale Härte, aggressive Kommunikation und möglichst spektakuläre Fahrdynamik in den Vordergrund stellen, setzt Genesis offenbar auf eine kultiviertere Interpretation. Der Fahrer soll sich schnell fühlen, aber nicht überwältigt. Das Auto soll Reserven spürbar machen, ohne permanent laut zu erklären, wie ernst es ihm damit ist. Diese Herangehensweise ist alles andere als nebensächlich. Sie könnte zur eigentlichen Identität des Modells werden – und langfristig zur Visitenkarte einer ganzen Magma-Familie.Wie ernst Genesis den Anspruch nimmt, zeigt auch das Entwicklungsprogramm. Der GV60 Magma wurde nicht im geschützten Raum einer Designstudie belassen, sondern durch ein breit angelegtes Testprogramm geschickt. Wintererprobung, Hitze, Höhenlage, reale Straßen, Rennstrecke und Feinarbeit im Heimatmarkt – all das gehört zur Vorbereitung. Hinzu kommt die frühe öffentliche Demonstration des Konzeptfahrzeugs in Goodwood, wo der Magma bereits vor dem Serienstart Aufmerksamkeit als ernstzunehmendes Performance-Projekt gewann. Für die Wahrnehmung der Marke ist das wichtig. Genesis inszeniert Hochleistung nicht als nachträglich aufgeklebt, sondern als systematisch entwickelt.Spannend ist darüber hinaus, was der GV60 Magma für die kommenden Jahre ankündigt. Die Magma-Idee ist größer als dieses eine Auto. Genesis versteht sie als langfristiges Programm und als Experimentierfeld für künftige Leistungsmodelle. Der GV60 ist dafür ein logischer Startpunkt: Er ist kompakt genug für Agilität, modern genug für eine konsequent digitale Performance-Interpretation und emotional genug, um eine neue Substanz in die Marke zu tragen. In diesem Sinn ist der GV60 Magma ein Serienfahrzeug – und zugleich ein Manifest. Er zeigt, wie Genesis seine Zukunft lesen möchte: elektrisch, schnell, luxuriös und technisch eigenständig.

Blitzer: Dreiste Abzocke oder notwendig?

Deutschland diskutiert wieder mit wachsender Schärfe über eine Frage, die längst weit mehr ist als ein bloßes Verkehrsthema: Sind Blitzer in Wahrheit ein bequemes Finanzierungsinstrument für klamme Städte und Gemeinden geworden, oder sind sie ein notwendiges Mittel, um Leben auf Deutschlands Straßen zu schützen? Die Empörung vieler Autofahrer kommt nicht von ungefähr. Wer sieht, dass Kommunen Millionenbeträge aus Geschwindigkeits- und Rotlichtverstößen einnehmen, während gleichzeitig an anderer Stelle über Sparzwänge, Defizite und Haushaltslöcher geklagt wird, gewinnt schnell den Eindruck, hier werde nicht nur überwacht, sondern vor allem kassiert. Genau dieser Verdacht hat die Debatte in den vergangenen Monaten weiter angeheizt.Tatsächlich sprechen die Summen eine deutliche Sprache. In einer aktuellen Auswertung deutscher Großstädte erreichten zahlreiche Kommunen erneut Millioneneinnahmen durch Verkehrsüberwachung. Besonders auffällig ist, dass nicht nur einzelne Ausreißer hohe Beträge melden, sondern sich in vielen Städten ein dauerhaft lukratives Einnahmeniveau etabliert hat. Das ist politisch heikel, weil Bußgelder zwar ordnungsrechtlich begründet werden, in der Wahrnehmung vieler Bürger aber längst wie ein fester Baustein kommunaler Finanzplanung wirken. Das Misstrauen wächst noch stärker dort, wo Städte zwar gern auf Sicherheit verweisen, gleichzeitig aber keine klare Trennung zwischen Prävention und Kassenwirkung erkennen lassen.Gerade Hamburg steht beispielhaft für diese Spannung. Dort zeigen die derzeit verfügbaren Zahlen, welche Dimension die Verkehrsüberwachung inzwischen erreicht hat. Allein 2024 flossen dort aus stationärer und mobiler Geschwindigkeitsüberwachung knapp 47 Millionen Euro in die Kasse. Der mit Abstand größte Anteil stammte aus mobilen Kontrollen, während stationäre Anlagen deutlich weniger, aber immer noch zweistellige Millionensummen einbrachten. Hinzu kamen Einnahmen aus stationärer Rotlichtüberwachung. Selbst im Folgejahr blieb die Stadt auf sehr hohem Niveau: Allein aus Geschwindigkeitsverstößen kamen erneut mehr als 40 Millionen Euro zusammen. Wer solche Größenordnungen liest, versteht sofort, warum der Begriff „Abzocke“ für viele Menschen keine polemische Übertreibung mehr ist, sondern ein gefühlter Befund.Hinzu kommt ein zweiter Punkt, der die Kritik verschärft: In vielen Städten fließen diese Einnahmen nicht zweckgebunden in mehr Verkehrssicherheit zurück, sondern in den allgemeinen Haushalt. Genau das ist juristisch nicht überraschend, politisch aber explosiv. Denn wer erwartet, dass Geld aus Blitzern automatisch in sichere Schulwege, Kreuzungsumbauten, bessere Beleuchtung, Radwege oder Unfallschutz investiert wird, liegt oft daneben. Für Bürger entsteht so ein fatales Bild: Die Kommune misst, kassiert und verbucht – aber ob die Einnahmen sichtbar an die gefährlichen Stellen des Verkehrs zurückkehren, bleibt häufig unklar. Wo Transparenz fehlt, wächst der Verdacht, dass aus einem legitimen Sicherheitsinstrument schleichend ein fiskalisches Geschäftsmodell geworden ist.Besonders brisant wird die Lage dort, wo der finanzielle Nebeneffekt gar nicht mehr nur stillschweigend mitläuft, sondern offen in Konsolidierungsdebatten auftaucht. Ein aktueller Fall aus Halle an der Saale zeigt genau dieses Problem. Dort soll das Haushaltskonsolidierungskonzept zusätzliche Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung einplanen. Schon im Vorjahr lagen die Einnahmen dort im Millionenbereich, nun sollen weitere Beträge hinzukommen. Offiziell wird zugleich betont, die primäre Zielsetzung bleibe die Verkehrssicherheit. Genau diese Doppelbotschaft ist der Kern des Problems: Sobald eine Stadt einerseits mehr Sicherheit verspricht, andererseits aber offen mit höheren Einnahmen rechnet, wird aus jeder neuen Messanlage politischer Sprengstoff.

Deutschland: E-Auto-"Boom" bleibt brüchig

Der deutsche Markt für Elektroautos sendet wieder Lebenszeichen. Nach dem Dämpfer durch den abrupten Förderstopp Ende 2023 steigen die Neuzulassungen inzwischen wieder spürbar. Auf den ersten Blick wirkt das wie die verspätete Rückkehr des Aufschwungs. Auf den zweiten Blick zeigt sich jedoch ein deutlich komplizierteres Bild: Die staatliche Unterstützung ist erneut milliardenschwer, der Ausbau der Ladeinfrastruktur schreitet voran, steuerliche Vorteile bleiben bestehen – und dennoch reagieren viele Käuferinnen und Käufer, vor allem im Privatmarkt, weiterhin bemerkenswert vorsichtig.Das macht die aktuellen Zahlen so widersprüchlich. Reine Elektroautos legen bei den Neuzulassungen wieder zu, doch von einer breiten Kaufwelle kann keine Rede sein. Der Markt wächst, aber er wächst nicht mit der Wucht, die nach jahrelanger politischer Priorisierung, neuen Kaufanreizen und milliardenschweren Infrastrukturprogrammen eigentlich zu erwarten wäre. Genau darin liegt das Kernproblem der deutschen E-Mobilität: Sie kommt voran, aber sie überzeugt noch nicht flächendeckend.Zwar wurden zuletzt wieder deutlich mehr batterieelektrische Fahrzeuge neu zugelassen. Auch im Gesamtjahr 2025 hat sich Deutschland innerhalb Europas wieder als wichtiger Wachstumstreiber gezeigt. Gleichzeitig bleibt der Anteil reiner E-Autos an allen Neuzulassungen auf einem Niveau, das eher nach Stabilisierung als nach Durchbruch aussieht. Auffällig ist zudem, dass der Gesamtmarkt insgesamt nur moderat wächst und dass der gewerbliche Bereich weiterhin das Neuwagengeschäft dominiert. Wo Dienstwagen, Flottenfahrzeuge und steuerlich begünstigte Firmenautos stark sind, wirken die Zahlen oft dynamischer, als es die private Nachfrage tatsächlich ist.Genau deshalb schauen Branchenbeobachter inzwischen weniger auf die reine Zahl der Neuzulassungen als auf die Frage, wer eigentlich kauft. Und hier wird die Lage deutlich nüchterner. Im privaten Umfeld ist die Zurückhaltung nach wie vor groß. Viele Haushalte verschieben den Wechsel, fahren ihren Verbrenner länger oder entscheiden sich beim nächsten Fahrzeug lieber noch einmal für Benzin, Diesel oder einen Hybrid. Die eigentliche Massenakzeptanz im Alltagsmarkt ist damit noch nicht erreicht.

Deutschland: Spritwut und das Wahljahr 2026

Der Krieg im Iran und die Eskalation im Golfraum sind für Deutschland längst nicht mehr nur eine außenpolitische Nachricht aus der Ferne. Sie schlagen mit voller Wucht im Alltag der Menschen auf – und zwar dort, wo viele ihre wirtschaftliche Realität am unmittelbarsten spüren: an der Zapfsäule. Sobald im Nahen Osten Fördermengen, Transportwege und Sicherheitslagen ins Rutschen geraten, springt der Ölpreis an, Händler kalkulieren Risikoaufschläge ein und am Ende landet die geopolitische Erschütterung im Geldbeutel der Autofahrer. Genau das geschieht derzeit. Was für Regierungen, Börsen und Rohstoffmärkte eine strategische Krise ist, wird für Pendler, Familien, Handwerker, Lieferdienste und kleine Betriebe binnen Stunden zur ganz konkreten Kostenfalle.Besonders explosiv ist dabei nicht nur die Höhe der Preisaufschläge, sondern deren Tempo. Noch vor wenigen Tagen bewegten sich die Kraftstoffpreise in Deutschland in einem Bereich, der für viele bereits teuer genug war. Dann aber setzte eine neue Dynamik ein: Binnen kürzester Zeit schossen Benzin- und Dieselpreise nach oben, Diesel sprang zeitweise sogar über die Marke von zwei Euro je Liter und lag phasenweise über dem Benzinpreis. Allein dieses Bild macht die Nervosität des Marktes sichtbar. Denn wenn Diesel – trotz niedrigerer Energiesteuer – auf einmal teurer wird als Super E10, dann zeigt das, wie stark Krisenangst, Knappheitserwartungen und Marktmechanismen die Preisbildung überlagern.Für Millionen Menschen ist das keine theoretische Debatte. Wer auf dem Land wohnt, im Schichtdienst arbeitet, Angehörige pflegt, zur Baustelle fährt, Waren ausliefert oder im Außendienst unterwegs ist, kann Mobilität nicht per Sonntagsrede ersetzen. In vielen Regionen Deutschlands ist das Auto keine bequeme Zusatzoption, sondern Voraussetzung für Arbeit, Versorgung und Alltag. Steigt der Literpreis dort in wenigen Tagen um zweistellige Cent-Beträge, frisst das nicht nur Kaufkraft auf, sondern schiebt sich direkt in Monatsbudgets hinein, die ohnehin schon unter Druck stehen. Wer dreimal pro Woche tanken muss, spürt den Unterschied nicht abstrakt, sondern als reale Zusatzbelastung. Und wer gewerblich fährt, reicht diese Kosten früher oder später weiter – an Kunden, an Verbraucher, an die gesamte Preiskette.

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