Deutsche Tageszeitung - Hochwasser im Nordosten Indiens bedroht hunderttausende Menschen

Hochwasser im Nordosten Indiens bedroht hunderttausende Menschen


Hochwasser im Nordosten Indiens bedroht hunderttausende Menschen
Hochwasser im Nordosten Indiens bedroht hunderttausende Menschen / Foto: ©

Hochwasser bedroht hunderttausende Menschen im Nordosten Indiens. Am Montag saßen zahlreiche Menschen in den Bundesstaaten Bihar und Assam auf den Dächern ihrer Häuser fest oder mussten sich in höhergelegene Gebiete flüchten. Seit einer Woche anhaltende Regenfälle hatten den Brahmaputra und zahlreiche andere Flüsse über die Ufer treten lassen. Durch die bis zu zwei Meter hohen Fluten sind zehntausende Menschen in ihren Dörfern eingeschlossen.

Textgröße ändern:

Wie die 16-jährige Anuwara Khatun der Nachrichtenagentur AFP sagte, sitzen sie und ihre Familie seit fast einer Woche auf dem Dach ihres Hauses in Ghasbari in Assam fest. "Das Wasser steigt seit fünf Tagen", sagte sie am Telefon. Viele Familien steckten auf den Dächern fest. "Es mangelt an lebenswichtigen Gütern, sodass wir nur einmal am Tag essen können", erzählte sie. "Es gibt hier keine Hygiene".

Laut den örtlichen Behörden wurden mehr als 400.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Regierung von Bihar schickte Boote in die am schlimmsten betroffenen Gebiete. Die Wassermassen bedrohen auch ein Unesco-Weltkulturerbe: Etwa 70 Prozent des Kaziranga-Nationalparks in Assam stehen unter Wasser und bedrohen die seltenen Panzernashörner sowie Elefanten und Wildschweine dort.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Bärte nicht lang genug: Taliban-Sittenpolizei nimmt afghanische Hilfskräfte fest

Die Sittenpolizei der Taliban-Regierung in Afghanistan hat nach Angaben aus Kreisen von Hilfsorganisationen rund 20 Helfer festgenommen, weil deren Bärte nicht lang genug waren. Sie seien am Samstag in der Nähe eines Grenzübergangs zum Iran für Organisationen tätig gewesen, die mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiteten, hieß es in internen Erklärungen, die am Montag von zwei Hilfskräften an die Nachrichtenagentur AFP weitergegeben wurden.

Mann spendet an Dschihadistenmiliz IS: 5500 Euro Geldstrafe in Hamburg

Wegen Spenden an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist ein 33-Jähriger in Hamburg zu einer Geldstrafe von 5500 Euro verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in der Hansestadt sprach ihn nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Sanktionsverstößen schuldig. Laut Anklage hatte er der islamistischen Miliz über Mittelsmänner 220 Euro zukommen lassen.

Mutmaßlich Raketen für Hisbollah gewartet: Prozess in Niedersachsen begonnen

Vor dem Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle hat am Montag ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der radikalislamischen Hisbollah-Miliz begonnen. Das teilte ein Gerichtssprecherin mit. Der 51-Jährige soll laut Anklage mehrere Jahre lang im Libanon und in Syrien als Elektrotechniker an der Wartung von Raketen und Raketenabwehrsystemen der Miliz gearbeitet haben. Ihm wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Diese kämpft gegen Israel.

Mutmaßliche Rechtsextreme besetzen Hermannsdenkmal bei Detmold: Staatsschutz ermittelt

Am Hermannsdenkmal bei Detmold in Nordrhein-Westfalen haben mutmaßliche Rechtsextreme einen mehrstündigen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 21-jähriger Aktivist besetzte das Denkmal am Sonntag über mehrere Stunden, wie die örtliche Polizei mitteilte. Mehrere Vermummte hatten sich zuvor Zutritt zu dem Denkmal verschafft. Nach Einschätzung der Ermittler sind diese der Identitären Bewegung zuzurechnen. Die Vermummten zündeten demnach Pyrotechnik und entrollten Banner.

Textgröße ändern: