Deutsche Tageszeitung - Österreich beschließt Stufenplan für Verschärfung von Corona-Maßnahmen

Österreich beschließt Stufenplan für Verschärfung von Corona-Maßnahmen


Österreich beschließt Stufenplan für Verschärfung von Corona-Maßnahmen
Österreich beschließt Stufenplan für Verschärfung von Corona-Maßnahmen / Foto: ©

Österreichs Regierung hat angesichts steigender Infektionszahlen am Mittwoch einen Stufenplan zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschlossen. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, orientieren sich die Maßnahmen nun an der Intensivbetten-Belegung. Verschärft werden besonders die Regeln für Ungeimpfte.

Textgröße ändern:

Dem Plan der Regierung zufolge müssen Ungeimpfte voraussichtlich ab kommender Woche in allen Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder FFP2-Masken tragen. Ab einer Intensivbetten-Auslastung von zehn Prozent (Stufe eins) sollen alle Menschen auch dort wieder FFP2-Masken tragen, wo derzeit nur eine Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht ist. Zudem wird die Gültigkeitsdauer von Antigen-Tests von 48 auf 24 Stunden reduziert.

Die zehnprozentige Auslastung der Intensivbetten wird in Österreich bereits in der kommenden Woche erwartet. Derzeit liegt sie bei acht Prozent. Am Mittwoch lagen in ganz Österreich 180 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen.

In einer Intensivbetten-Auslastung von 15 Prozent (Stufe zwei) soll dann in ersten Bereichen die viel debattierte 2G-Regelung greifen. Wer in die sogenannte Nachtgastronomie oder zu einer Veranstaltung mit mehr als 500 Menschen will, muss entweder geimpft oder genesen sein. Selbsttests sollen nicht mehr gelten. Ab einer Intensivbetten-Auslastung von 20 Prozent (Stufe drei) sollen in 3G-Bereichen dann nur noch PCR-Tests gelten.

Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte bei der Vorstellung des Plans, die neue Infektionswelle sei "eine Pandemie der Ungeimpften": "Wer sich nicht impfen lässt, wird sich anstecken, früher oder später."

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Razzia bei mutmaßlichen IS-Mitgliedern in drei Bundesländern

Ermittler sind am Dienstag in drei Bundesländern zu Durchsuchungen bei fünf mutmaßlichen Mitgliedern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angerückt. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Festnahmen seien nicht erfolgt. Die Beschuldigten stünden im Verdacht, nach Deutschland eingereist zu sein, um sich hierzulande und in Europa "mit weiteren IS-Anhängern zu vernetzen und Gelder für die Vereinigung zu beschaffen".

Handel: Schaden durch Ladendiebstahl steigt erstmals auf über drei Milliarden Euro

Ladendiebstähle im Einzelhandel haben seit der Corona-Pandemie massiv zugenommen: Im vergangenen Jahr stieg der Schaden auf einen neuen Rekord von über drei Milliarden Euro, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilte. Im Vergleich zu 2022 sei das ein Anstieg um 25 Prozent. Ein Drittel der Schäden werde dabei durch organisierte Kriminalität verursacht. Der HDE forderte höhere Strafen bei bandenmäßig organisierten Diebstählen.

Tödlicher Arbeitsunfall in Windrad: Montagefehler von Arbeiter war Ursache

Der Arbeitsunfall an einem Windrad in Südhessen mit zwei Toten im Februar war auf einen Montagefehler zurückzuführen. Ein Gutachten eines Sachverständigen schloss technische Defekte oder Materialversagen aus, wie die Staatsanwaltschaft Hanau und das Polizeipräsidium in Offenbach am Dienstag mitteilten. Einer der verunglückten Arbeiter habe eine von drei Schraubverbindungen, mit denen die Arbeitsbühne im Inneren des Windrads fixiert wird, fehlerhaft montiert.

Badeunfälle im Rhein: Leichen von drei vermissten Männern gefunden

Nach Badeunfällen im Rhein sind in Hessen die Leichen von drei vermissten Männern gefunden worden. Ein 50-Jähriger war am Samstag vom Schwimmen im Fluss nicht zurückgekehrt, zwei 23 und 27 Jahre alte Männer sahen Passanten ebenfalls am Samstag im Rhein untergehen, wie das Polizeipräsidium in Darmstadt am Dienstag mitteilte.

Textgröße ändern: