Deutsche Tageszeitung - Auch eine Deutsche unter Opfern des mutmaßlichen Bogen-Attentäters von Kongsberg

Auch eine Deutsche unter Opfern des mutmaßlichen Bogen-Attentäters von Kongsberg


Auch eine Deutsche unter Opfern des mutmaßlichen Bogen-Attentäters von Kongsberg
Auch eine Deutsche unter Opfern des mutmaßlichen Bogen-Attentäters von Kongsberg / Foto: ©

Unter den fünf Menschen, die der mutmaßliche Bogen-Attentäter von Kongsberg am Mittwoch getötet hatte, ist auch eine Deutsche. "Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Opfern eine in Norwegen lebende deutsche Staatsangehörige ist", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Samstagabend in Berlin. Nähere Angaben machte er nicht.

Textgröße ändern:

Zuvor hatte die norwegische Polizei mitgeteilt, dass es sich bei den Toten um vier Frauen im Alter von 52, 56, 75 und 78 Jahren sowie einen 75-jährigen Mann handelt. Zur Identität der drei Verletzten machten die Ermittler weiterhin keine Angaben. Sie wurden mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

Der 37-jährige Däne Espen Andersen B. hatte zugegeben, am Mittwoch in Kongsberg im Südosten Norwegens fünf Menschen getötet und drei weitere verletzt zu haben. Dabei schoss er unter anderem mit Pfeil und Bogen um sich.

Die bisherigen Ermittlungen haben Zweifel an der geistigen Gesundheit des Verdächtigen ergeben. Am Freitag ordnete ein Gericht Untersuchungshaft in einer medizinischen Einrichtung an. Zunächst waren die Ermittler von einem radikalisierten Muslim ausgegangen, mittlerweile zweifeln sie aber an der Ernsthaftigkeit des islamischen Glaubens des Konvertiten.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Tödlicher Raserunfall: Mehr als drei Jahre Jugendstrafe in Duisburg

In einem Prozess um einen tödlichen Raserunfall, bei dem eine 67-Jährige getötet wurde, ist der Unfallverursacher vom Landgericht Duisburg zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der Angeklagte wurde unter anderem wegen eines verbotenen Autorennens mit Todesfolge verurteilt, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte. Ihm wurde zudem die Fahrerlaubnis entzogen.

Obdachloser in Köln bei Streit getötet - 29-Jähriger festgenommen

In Köln ist ein Obdachloser offenbar Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Ersten Erkenntnissen zufolge geriet der 47-Jährige am Mittwochabend an einer Haltestelle in der Innenstadt mit einem 29-Jährigen in Streit, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Dabei würgte der Jüngere den 47-Jährigen, bis dieser bewusstlos war. Anschließend floh der 29-Jährige. Zeugen fanden den 47-Jährigen und alarmierten die Rettungskräfte. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen starb er am Tatort.

Jugendlicher übernimmt Mordauftrag: Dreieinhalb Jahre Haft in Köln

Wegen der Übernahme eines bezahlten Mordauftrags ist ein 18-Jähriger vom Landgericht Köln zu einer Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass sich der in Schweden lebende Angeklagte im September vergangenen Jahres über einen Messengerdienst gegen Geld in unbekannter Höhe hatte anwerben lassen.

Kleinkind geschlagen und geschüttelt: 22-Jähriger wegen Totschlags verurteilt

Nach dem Tod eines zweijährigen Kinds durch Schläge und Schütteln ist der ehemalige Lebensgefährte der Kindsmutter erneut zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Trier sprach den mittlerweile 22-Jährigen am Donnerstag des Totschlags schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Es verurteilte den zur Tatzeit Heranwachsenden zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren.

Textgröße ändern: