Deutsche Tageszeitung - Schwesig kritisiert Spahn wegen Impf-Versprechen

Schwesig kritisiert Spahn wegen Impf-Versprechen


Schwesig kritisiert Spahn wegen Impf-Versprechen
Schwesig kritisiert Spahn wegen Impf-Versprechen / Foto: ©

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen voreiliger Versprechungen hinsichtlich der Corona-Impfungen kritisiert. "Wir wollen zusichern, dass jeder geimpft werden kann der will", sagte Schwesig am Donnerstag in einem Interview. Bisher gäbe es aber "keine verlässlichen Informationen, dass genügend Impfstoff vorhanden ist, damit das zu schaffen ist".
 
Schwesig äußerte sich daher verärgert über die Aussage des Gesundheitsministers, wonach jeder, der geimpft werden will, auch geimpft würde. "Ich finde es schwierig, wenn der Bundesgesundheitsminister solche Versprechen macht, ohne dass wir wissen, dass genügend Impfstoff da ist", sagte die SPD-Politikerin.
 
Die Ministerpräsidentin betonte, dass ihr Bundesland wesentlich mehr Impfdosen brauche, um ausreichend Impfungen durchzuführen. Allein in der Landeshauptstadt Schwerin würden 600 Impfdosen täglich benötigt, es stünden aber nur 600 Dosen wöchentlich zur Verfügung. Mecklenburg-Vorpommern liegt beim Impfen derzeit vorn. Gemessen an der Bevölkerungszahl erfolgten hier bereits mehr Impfungen als in jedem anderen Bundesland.  (W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Hoffnung auf Kriegsende bringt ZEW-Konjunkturerwartungen zurück in positiven Bereich

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Kriegs im Nahen Osten hat die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten in Deutschland deutlich aufgehellt. Wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, stieg der ZEW-Index im Juni um 20,7 Zähler "stark" an und liegt nun bei plus 10,5 Punkten. "Die Expertinnen und Experten setzen darauf, dass sich der Iran-Konflikt dem Ende nähert", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.

G7-Gipfel: Merz schenkt Trump Nationaltrikot zum 80. Geburtstag

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat US-Präsident Donald Trump zum 80. Geburtstag ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geschenkt. Merz überreichte ihm das Trikot mit der Rückennummer 47 und dem Namen des Präsidenten zu Beginn der ersten Arbeitssitzung der G7-Runde am Dienstag in Evian. Trump ist der 47. Präsident der USA. Persönlich ist er allerdings eher ein Fan von Kampfsport als von Fußball.

Streit von Grünen mit Minister Rainer: Karlsruhe startet Verhandlung

Ein Streit zwischen den Grünen und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) wird seit Dienstag vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verhandelt. Die Grünen-Fraktion wirft dem Minister vor, die Rechte des Bundestags missachtet zu haben - sie spricht von "Politik im Trump-Stil". Es geht um die Aufhebung einer Verordnung für Bauernhöfe, mit der unter anderem die Nutzung von Dünger dokumentiert wurde. (Az. 2 BvE 15/25)

G7-Gipfel berät über Ukraine - Selenskyj als Gast bei Treffen in Evian

Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe aus sieben großen Industriestaaten (G7) sind am Dienstagvormittag zu ihrer ersten Arbeitssitzung zur Ukraine zusammengekommen. Als Gast nahm daran am zweiten Tag des Gipfeltreffens im französischen Evian der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teil. Im Zentrum dürften Gespräche über mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Krieges mit Russland stehen.