Deutsche Tageszeitung - Vitali und Wladimir Klitschko bitten Deutschland um Solidarität

Vitali und Wladimir Klitschko bitten Deutschland um Solidarität


Vitali und Wladimir Klitschko bitten Deutschland um Solidarität
Vitali und Wladimir Klitschko bitten Deutschland um Solidarität / Foto: ©

Die Brüder Vitali und Wladimir Klitschko rufen Deutschland und die Welt eindringlich dazu auf, die Ukraine zu unterstützen. "Bleiben Sie bitte mit uns", sagte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko in einem am Freitag ausgestrahlten Interview mit dem ARD-"Morgenmagazin". "Wir kämpfen auch für deutsche Werte."

Textgröße ändern:

Grund für den Krieg sei, "dass wir ein Teil der europäischen Familie sein wollen und das passt nicht in Putins Vision", sagte Vitali Klitschko weiter. Auch sein Bruder Wladimir appellierte im Interview mit der ARD an die Welt, zusammenzurücken und die Zusammenarbeit mit Russland zu stoppen, "um zu zeigen, dass man gegen den Krieg ist und die Ukraine unterstützt."

Wladimir Klitschko sagte, die Ukraine sei eine friedliche Nation, die niemandem etwas getan habe und niemanden bedroht habe. "Es gibt nichts Schlimmeres als Krieg", sagte er. "Die Bilder des Krieges sind schrecklich."

Vitali Klitschko antwortete auf die Frage nach der Gefahr für ihn persönlich, er habe geschworen, sein Land zu verteidigen. "Wenn ich sterben muss, dann sterbe ich. Es ist eine Ehre, für sein Land zu sterben für jeden, der sein Land liebt", sagte der Bürgermeister von Kiew.

Über die aktuelle Lage sagte er: Wenn er aufwache, denke er, es sei ein Traum gewesen - "aber es ist leider Realität". Er betonte, dass es nicht um Hass gegen Russland gehe. "Wir hassen keine Russen, wir hassen die Politik", sagte er. "Wie kann ich Russen hassen? Meine Mutter ist Russin."

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - knappe rot-rot-grüne Mehrheit

Zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter klar vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei wie bei einer vorangegangenen Umfrage vom Mai bei 36 Prozent. Zwei Prozentpunkte hinzugewinnen kann indes die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die 29 Prozent erreicht.

US-Demokrat Platner zieht nach Vergewaltigungsvorwürfen Senatskandidatur zurück

Nach Vergewaltigungsvorwürfen hat sich der demokratische US-Senatskandidat Graham Platner aus dem Rennen um einen Sitz im Bundesstaat Maine zurückgezogen. "Wir stellen den Wahlkampfbetrieb ein", erklärte Platner am Mittwoch in einem im Onlinedienst X veröffentlichten Video. Die Entscheidung sei "unglaublich schwer", weil manche dies als Schuldeingeständnis werten könnten - "und das ist es ganz sicher nicht". Er werde die Unterlagen für seinen Rückzug einreichen.

Zweite Nacht in Folge: USA greifen Iran an - Teheran attackiert US-Stützpunkte

Nach der Aufkündigung des Waffenruhe-Abkommens mit Teheran durch Präsident Donald Trump haben die USA erneut heftige Angriffe geflogen: Es seien 90 militärische Ziele im Iran ins Visier genommen worden, teilte am Donnerstagmorgen das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Die Revolutionsgarden griffen daraufhin nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait an. Beide Seiten drohten zudem mit einer Verstärkung der Angriffe.

Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait

Nach den neuen US-Angriffen auf den Iran haben die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait attackiert. Dabei seien "wichtige Infrastruktur und Einrichtungen" der US-Armee mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen worden, hieß es am Donnerstag in einer vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. Darin warnten die Revolutionsgarden zugleich, dass sie bei weiteren US-Attacken ihre Angriffe auf andere Stützpunkte in der Region ausweiten würden.

Textgröße ändern: