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Zwei Bundeswehrsoldaten bei Hubschrauber-Absturz gestorben

Donnerstag, 27. Juli 2017

Bei dem Absturz eines Kampfhubschraubers im Norden Malis sind zwei Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen. Es bestehe "die traurige Gewissheit", dass die beiden Besatzungsmitglieder gestorben seien, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am heutigen Donnerstag (27.07.2017) in Berlin. Die Soldaten waren für die UN-Mission Minusma im Einsatz. Die Unglücksursache blieb zunächst unklar.

"Der Tod dieser Männer im Dienste unseres Landes trifft uns alle tief und er macht und unendlich traurig", sagte von der Leyen. "Ihr Auftrag war ein Beitrag zu unserer Sicherheit." Sie sprach den Hinterbliebenen und Kameraden auch im Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihr "tiefes Mitgefühl" aus.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußerte sich tief betroffen. "Meine besondere Anteilnahme und mein Mitgefühl gelten den Familien der Verstorbenen und allen, die ihnen nahe standen", erklärte Steinmeier.

Der Hubschrauber vom Typ Tiger war nach Angaben des Bundeswehr am gestrigen Mittwochnachmittag (26.07.2017) aus bislang ungeklärter Ursache etwa 70 Kilometer nördlich von Gao verunglückt. Die Besatzung habe keine Notruf abgegeben, sagte Vize-Generalinspekteur Joachim Rühle. "Die Absturzursache ist derzeit noch völlig offen. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung liegen bisher nicht vor", sagte Rühle.

Experten der Bundeswehr sollen am Donnerstag nach Gao reisen, um die Unfallursache zu ermitteln. Im Mittelpunkt stehe die Suche nach dem Flugunfallschreiber, sagte Rühle. Der Routineflugbetrieb mit den Tiger-Kampfhubschraubern werde bis auf weiteres ausgesetzt. Es würden vorerst nur solche Flüge absolviert, wenn "Leib und Leben einen Einsatz unbedingt erfordern".

Die Bundeswehr unterstützt in Gao die UN-Mission Minusma, die als einer der gefährlichsten UN-Einsätze weltweit gilt. Ziel ist die Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes. Außerdem unterstützt die Bundeswehr eine EU-Ausbildungsmission in Mali. Aus UN-Kreisen in Gao hieß es, es gebe keinen Hinweis, dass auf den Hubschrauber geschossen worden sei. Vermutlich handele es sich um einen Unfall.

Im westafrikanischen Mali sind zahlreiche ausländische Soldaten stationiert. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hatte im Januar 2013 militärisch eingegriffen, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen.

Erst im Januar hatte der Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats für die UN-Mission in Mali auf bis zu tausend deutsche Soldaten zugestimmt. Die Bundeswehr hat vier Tiger-Kampfhubschrauber und vier Transporthubschrauber vom Typ NH-90 im Rahmen dieser Mission nach Mali verlegt.  (M.Dylatov--DTZ)

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