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Türkei: Korrespondent Deniz Yücel sitzt nicht mehr in der Einzelhaft

Montag, 04. Dezember 2017

Die türkischen Behörden haben die Haftbedingungen für den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel gelockert. Der Journalist befinde sich nicht mehr in Einzelhaft, sagte sein Anwalt nach einem Besuch in der Haftanstalt Silivri, gegenüber Medienvertretern. Yücel sei nach mehr als 290 Tagen in Gefangenschaft in eine Zelle verlegt worden, die über einen kleinen Innenhof mit zwei anderen Zellen verbunden ist.

In einer der angeschlossenen Zellen sitze der Journalist Oguz Usluer, der früher für die türkische Tageszeitung "Habertürk" arbeitete. Der Zugang beider Zellen zu dem gemeinsamen Innenhof sei während des Tages geöffnet, sagte Yücels Anwalt. Bisher war Yücel laut Medieninformationen jeder Kontakt zu Mitgefangenen unmöglich. Außer Usluer werde er offenbar auch weiterhin keinen anderen Insassen des Hochsicherheitsgefängnisses begegnen können.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) begrüßte das Ende der Einzelhaft für Yücel. "Welch eine großartige Nachricht! Endlich bewegt sich was!", sagte Maas der "Welt". Die Bundesregierung werde sich weiter für eine vollständige Haftentlassung einsetzen - "Schritt für Schritt, wir werden nicht nachlassen in unseren Bemühungen".

Der deutsch-türkische Journalist hatte sich Mitte Februar in Istanbul der Polizei gestellt. Zwei Wochen später war er wegen "Terrorpropaganda" und "Volksverhetzung" in U-Haft genommen worden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete ihn wiederholt als deutschen "Spion" und "Agenten" der PKK. Seine Festnahme belastet die deutsch-türkischen Beziehungen und die Bundesregierung dringt bisher vergeblich auf seine Freilassung.  (V.Korablyov--DTZ)

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