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CDU-Wirtschaftsrat wirft IG Metall Schädigung der Wirtschaft vor

Freitag, 12. Januar 2018

Die IG Metall erhält für ihre Forderungen heftigen Gegenwind vom Wirtschaftsrat der CDU. "Wir können nicht alle immer weniger arbeiten und immer mehr verdienen", sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, nach Informationen von Deutsche Tageszeitung am heutigen Freitag, in einem Interview. Wer in Zeiten des Fachkräftemangels die Arbeitszeit massiv verkürzen wolle, schade nicht nur den Betrieben direkt, sondern der gesamten Volkswirtschaft.

Die große Metall- und Elektroindustrie dürfe nicht durch einen "überreizten Tarifabschluss" ins Stottern kommen, sagte Steiger mit Blick auch auf die seit Tagen laufenden Warnstreiks. Große Lohnsprünge bei gleichzeitiger Arbeitszeitverkürzung hätten die Branche bereits Anfang der 90er-Jahre in eine tiefe Krise gestürzt. Daraus habe die Gewerkschaft "nichts gelernt", kritisierte der CDU-Politiker.

IG-Metall-Chef Jürgen Hofmann verteidigte unterdessen die Forderung der Gewerkschaft nach der Möglichkeit einer befristeten 28-Stunden-Woche mit teilweisem Lohnausgleich. "Wer sich um Kinder sorgt, wer Familienangehörige pflegt, wer erstmal auf Entgelt verzichtet durch Arbeitszeitverkürzung, der soll zumindest einen Teil ausgeglichen bekommen", sagte er im Bayerischen Rundfunk.

Der Gewerkschaftschef sieht dabei auch Vorteile für die Arbeitgeber. Die Metall- und Elektroindustrie sei eine Branche, "die es sich immer noch leisten kann, dass nur 20 Prozent der Beschäftigten Frauen sind". Ohne attraktivere Arbeitsmodelle, auch für Frauen, werde es nicht gelingen, "den Fachkräftebedarf für morgen zu füllen", sagte Hofmann dem Sender.

In dem Tarifstreit sind die Fronten verhärtet. Am Donnerstag war die dritte Runde der Tarifverhandlungen in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie ohne Ergebnis vertagt worden. Vor allem die Positionen beim Thema Arbeitszeit seien unvereinbar, teilte die Gewerkschaft mit. Auch für Freitag sind erneut Warnstreiks in einer Reihe von Bundesländern geplant.  (A.Stefanowych--DTZ)

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