Deutsche Tageszeitung - Jede dritte Lehrkraft ist mindestens 50 Jahre alt

Jede dritte Lehrkraft ist mindestens 50 Jahre alt


Jede dritte Lehrkraft ist mindestens 50 Jahre alt
Jede dritte Lehrkraft ist mindestens 50 Jahre alt / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als jede dritte Lehrkraft in Deutschland ist mindestens 50 Jahre alt. 20,3 Prozent waren im Schuljahr 2024/2025 unter 35 Jahre alt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Bei der Altersstruktur gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. In Sachsen-Anhalt war gut jede zweite Lehrkraft 50 Jahre oder älter. Am niedrigsten war dieser Anteil mit 28,6 Prozent im Saarland.

Textgröße ändern:

Deutschlandweit arbeiteten 752.100 Lehrerinnen und Lehrer, davon 43,9 Prozent in Teilzeit. Damit stieg die Teilzeitquote auf einen neuen Höchststand. Bei Frauen war die Teilzeitquote mit 51,4 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Männern mit 23,3 Prozent. Verglichen mit anderen Beschäftigten ist die Teilzeitquote an allgemeinbildenden Schulen besonders hoch. Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg arbeiten 31,3 Prozent der abhängig Beschäftigten in Teilzeit.

Im Ländervergleich arbeiten Lehrerinnen und Lehrer in Hamburg und Bremen mit 55,4 beziehungsweise 51,9 Prozent am häufigsten in Teilzeit. In Thüringen und Sachsen-Anhalt sind es mit 23,2 beziehungsweise 23,8 Prozent am wenigsten.

11,2 Prozent der Lehrkräfte sind Quer- und Seiteneinsteiger. Insgesamt hatten 84.100 Lehrkräfte im Schuljahr 2024/2025 keine anerkannte Lehramtsprüfung. Zehn Schuljahre zuvor lag ihr Anteil noch bei 4,3 Prozent. Quer- und Seiteneinsteiger sind vor allem an Berufsschulen tätig: Im Schuljahr 2024/2025 arbeiteten 16,7 Prozent dort ohne anerkannte Lehramtsprüfung.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Fall Arday: US-Botschafter in Belgien kritisiert Suspendierung von US-Forscher

Der US-Botschafter in Belgien, Bill White, hat die Suspendierung des US-Forschers Nathan Cofnas kritisiert, der die Plagiatsvorwürfe gegen den tot aufgefundenen Cambridge-Professor Jason Arday erhoben hatte. Washington werde jede mögliche Beziehung zu der Universität im belgischen Gent überprüfen, schrieb White am Freitag im Onlinedienst X. "Unehrliche, korrupte Institutionen, die sich an Sündenbockverhalten beteiligen oder dieses belohnen, sind für uns keine wünschenswerten Partner", schrieb White.

Frauen machen häufiger höhere Schulabschlüsse als Männer

Frauen schließen die Schule häufiger mit einem höheren Abschluss ab als Männer. 2024 machten rund 258.300 Menschen an allgemeinbildenden Schulen ihr Abitur, wovon 55 Prozent Frauen waren, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Je geringer der formale Schulabschluss ist, desto stärker kehrt sich das Geschlechterverhältnis um.

Generative KI in der Weiterbildung: Masterarbeit zeigt neue Rolle von Lehrenden auf

Warum der erfolgreiche Einsatz von KI nicht bei guten Prompts beginnt, sondern bei pädagogischem Urteilsvermögen und Haltung

Nach Tod von Professor: Cambridge-Rektor verurteilt "rassistischen Wahn"

Nach dem Tod des britischen Professors Jason Arday hat Cambridge-Rektor Chris Smith einen "rassistischen Wahn" im Zusammenhang mit Plagiatsvorwürfen verurteilt. Zwar müsse jeder Vorwurf eines Plagiats "gründlich untersucht" werden, sagte der Rektor der Universität am Montag im Interview mit dem Sender BBC. Zugleich weigere er sich, "an einem rassistischen Wahn um einen bestimmten Akademiker teilzunehmen", fügte er hinzu, ohne Arday namentlich zu nennen.

Textgröße ändern: