Deutsche Tageszeitung - Papst erinnert sich an Fußballspiele in seiner Jugend

Papst erinnert sich an Fußballspiele in seiner Jugend


Papst erinnert sich an Fußballspiele in seiner Jugend
Papst erinnert sich an Fußballspiele in seiner Jugend / Foto: ©

Ein aus Lumpen zusammengeschusterter Fußball und eine Handvoll guter Freunde: Mehr brauchte Papst Franziskus in seiner Jugend nicht, um beim Kicken auf der Straße wahre "Wunder" zu vollbringen. In einem am Samstag von der italienischen Zeitung "La Gazetta dello Sport" veröffentlichten Interview erinnerte sich der lateinamerikanische Papst an Fußballspiele in seiner Jugend. Den kürzlich verstorbenen argentinischen Fußball-Star Diego Maradona nannte er einen "Poeten" auf dem Spielfeld.

Textgröße ändern:

Franziskus, der mit bürgerlichem Namen Jorge Bergoglio heißt, schilderte "die Freude, das Glück in den Gesichtern aller" nach dem Meisterschafts-Sieg von Maradonas damaliger Mannschaft San Lorenzo im Jahr 1946. Maradona sei ein "großer Champion" gewesen, "der Millionen von Menschen Freude brachte, in Argentinien ebenso wie in Neapel", sagte der Papst. Der Profi-Fußballer sei jedoch auch ein "sehr zerbrechlicher Mensch" gewesen, fügte Franziskus hinzu.

Seine eigenen Fähigkeiten auf dem Spielfeld bezeichnete der Papst indessen als passabel. In seiner Jugend habe er sich mit einem Ball aus Lumpen begnügen müssen. "Leder kostete zu viel und wir waren arm", sagte er der "Gazetta". Ähnlich wie ihm geht es demnach vielen Jugendlichen: Der Sport sei geprägt von der Anstrengung vieler Menschen, die sich ein besseres Leben erhofften. "Die Armen dürsten nach Erlösung: Gib ihnen ein Buch, ein Paar Schuhe, einen Ball und sie zeigen sich zu unvorstellbaren Leistungen fähig", sagte der Papst.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon

Der Ex-Mann von Schottlands ehemaliger Regierungschefin Nicola Sturgeon und frühere Chef der Regierungspartei SNP, Peter Murrell, ist am Dienstag wegen der Veruntreuung von Parteifinanzen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Murrell hatte sich im vergangenen Monat schuldig bekannt, mehr als 400.000 Pfund (rund 464.000 Euro) der SNP veruntreut zu haben.

Polizist stirbt bei Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring

Bei einem dienstlichen Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring ist ein Polizist tödlich verunglückt. Der 53 Jahre alte Mann sei am Montagabend mit seinem Dienstmotorrad aus noch unklarer Ursache in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen, teilte die Polizei am Dienstag im baden-württembergischen Aalen mit. Er sei dann mit einer Reifenwand kollidiert. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen sei der Polizeibeamte noch vor Ort verstorben.

ARD und ZDF streiten vor Verfassungsgericht für höheren Rundfunkbeitrag

Der Dauerstreit über den Rundfunkbeitrag ist am Dienstag vor dem Bundesverfassungsgericht ausgetragen worden. Karlsruhe verhandelte über Beschwerden von ARD und ZDF. Sie wehren sich dagegen, dass der Beitrag 2025 nicht erhöht wurde - anders als es die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlen hatte. Das verstoße gegen die Rundfunkfreiheit, argumentieren sie. Die Sender hoffen, dass das Gericht nachträglich eine Beitragssteigerung anordnet. (Az. 1 BvR 2524/24 und 1 BvR 2525/24)

WM unter Wasser: Zehntausende Fans in Philadelphia müssen Stadionplätze verlassen

Blitze in der Nähe des Stadions, klatschnasse Fans und eine lange Unterbrechung: Ein Unwetter in Philadelphia hat den Zuschauern des WM-Spiels zwischen Frankreich und dem Irak einiges abverlangt. Zehntausende Fans mussten am Montagabend ihre Plätze verlassen und in geschützten Stadion-Bereichen Unterschlupf suchen. Erst nach mehr als zwei Stunden wurde die zur Halbzeit unterbrochene Partie fortgesetzt. Die Vorsichtsmaßnahme stieß bei einigen Fans auf Unverständnis.

Textgröße ändern: