Deutsche Tageszeitung - Fünf Polizisten bei Einsatz wegen flüchtendem Autofahrer in Berlin verletzt

Fünf Polizisten bei Einsatz wegen flüchtendem Autofahrer in Berlin verletzt


Fünf Polizisten bei Einsatz wegen flüchtendem Autofahrer in Berlin verletzt
Fünf Polizisten bei Einsatz wegen flüchtendem Autofahrer in Berlin verletzt / Foto: ©

Beim Versuch, einen flüchtenden Autofahrer zu stoppen, haben in Berlin-Neukölln fünf Polizisten leichte Verletzungen davongetragen. Auch der 20-jährige Fahrer des Fluchtwagens erlitt leichte Blessuren, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Demnach war der Autofahrer am Dienstagabend einer Streife wegen seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen und hatte Gas gegeben.

Textgröße ändern:

Kurz darauf prallte er mit seinem Auto gegen das Einsatzfahrzeug einer Zivilstreife, die mit eingeschaltetem Blaulicht auf einer Einmündung stand und den Flüchtenden stoppen wollte. Der Polizist am Steuer eines nachfolgenden Einsatzwagens konnte nicht mehr ausweichen und fuhr auf den Fluchtwagen auf.

Bei den Zusammenstößen wurden die beiden Polizisten in dem Einsatzwagen und die drei Zivilfahnder leicht verletzt, ebenso der Mann am Steuer des Fluchtfahrzeugs. Dessen Beifahrer gelang zu Fuß die Flucht. Alle Verletzten wurden in Krankenhäusern ambulant behandelt, die Polizisten konnten ihren Dienst nicht mehr fortsetzen.

Wie sich herausstellte, konnte der nahe dem Unfallort vorübergehend festgenommene 20-Jährige keinen gültigen Führerschein vorweisen. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. In dem Fluchtwagen fanden die Beamten eine Machete, ein Messer und eine kleine Menge mutmaßlicher Betäubungsmittel. Gegen den Fahrer wird nun wegen Verdachts eines verbotenen Autorennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz ermittelt.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Vor Präsidentenwahl in Brasilien: Polizei untersucht möglichen Sprengsatz vor Oberstem Gericht

Drei Tage vor Beginn der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist vor dem höchsten Gericht des Landes womöglich ein Sprengsatz abgestellt geworden. Die Polizei untersuche den vor dem Gerichtsgebäude in der Hauptstadt Brasília abgestellten Rucksack, teilte der Oberste Gerichtshof am Donnerstag (Ortszeit) mit. Nach Angaben der Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Fehlgeschlagene Hinrichtung von US-Todeskandidatin: Rufe nach Aus für Todesstrafe

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin dringen Menschenrechtler auf die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Nach Amnesty International erklärte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Donnerstag: "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz." Türk forderte Gnade für die verurteilte Mörderin Christa Pike, die zwei Giftspritzen überlebt hatte.

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Mehr als 13 Jahre Haft wegen Mordes für Narkosearzt in Hessen

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod eines Mädchens bei einer Zahnbehandlung hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Narkosearzt in einem neuen Prozess zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der 69-Jährige wegen Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er elementare Hygienestandards missachtet hatte.

Textgröße ändern: