Deutsche Tageszeitung - Kliniken in Großbritannien suchen verzweifelt nach Betten für Patienten

Kliniken in Großbritannien suchen verzweifelt nach Betten für Patienten


Kliniken in Großbritannien suchen verzweifelt nach Betten für Patienten
Kliniken in Großbritannien suchen verzweifelt nach Betten für Patienten / Foto: ©

Angesichts von immer neuen Corona-Patienten suchen Krankenhäuser in Großbritannien verzweifelt nach freien Betten. "Wir nähern uns einem Punkt, wo die Betten alle belegt sind", sagte am Donnerstag ein hochrangiger Vertreter des öffentlichen Gesundheitsdienstes NHS. Deshalb gebe es unter anderem Gespräche mit Alten- und Pflegeheimen über mögliche freie Kapazitäten.

Textgröße ändern:

"Die Situation wird rasend schnell schwieriger", sagte NHS-Vertreter Chris Hopson dem Radiosender BBC. "In der vergangenen Woche sind 5000 neue Covid-19-Erkrankte in die Krankenhäuser eingeliefert worden." Dies entspreche ungefähr der kompletten Kapazität von zehn Kliniken.

Zeitgleich zu den Aussagen von Hopson wurde ein internes NHS-Papier in Medien verbreitet, wonach nach jetzigen Hochrechnungen bereits am 19. Januar in London rund 1500 Betten fehlen werden. Im schlimmsten Fall könnten es sogar 4400 fehlende Betten sein.

In den britischen Krankenhäusern werden derzeit mehr als 30.000 Patienten wegen Covid-19 behandelt. Das sind mehr als in den schlimmsten Zeiten der ersten Corona-Welle. Allein am Mittwoch wurden erneut 62.000 Neuinfektionen verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle innerhalb von 24 Stunden stieg erstmals seit April auf über 1000.

Vor allem eine neue Mutation des Coronavirus macht dem Land zu schaffen. Diese war erstmals im Südosten Englands entdeckt worden, inzwischen verbreitet sie sich immer mehr im gesamten Königreich - und auch im Ausland. Angesichts der Entwicklung hat die britische Regierung als erste in Europa eine massive Impfkampagne gestartet.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab

Die USA haben nach Pentagon-Angaben eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Die Drohne habe sich auf "aggressive" Weise dem Flugzeugträger USS "Abraham Lincoln" genähert, teilte ein Militärsprecher am Dienstag in Washington mit. Der Abschuss durch ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C sei zur "Selbstverteidigung" erfolgt, um den Flugzeugträger und die Besatzung zu schützen.

Gemeinde Crans-Montana spendet über eine Million Euro für Opfer der Brandkatastrophe

Die Schweizer Gemeinde Crans-Montana spendet eine Million Schweizer Franken für die Opfer und Hinterbliebenen der verheerenden Brandkatastrophe in der Silvesternacht. "Wir sind uns bewusst, dass Geld keine Wunden heilen kann, aber wir hoffen, den von dieser Tragödie betroffenen Familien helfen und die Solidarität der Gemeinde Crans-Montana zum Ausdruck bringen zu können", erklärte am Dienstag Gemeindepräsident Nicolas Féraud.

Französische Justiz will X-Eigentümer Musk anhören - Durchsuchungen in Büros

Die französische Justiz weitet ihr Vorgehen gegen die Online-Plattform X aus: Die Behörden durchsuchten Büroräume des Unternehmens und wollen X-Eigentümer Elon Musk befragen. Musk sei für den 20. April in Paris zu einer "freiwilligen Anhörung" geladen, teilte die Staatsanwaltschaft in Paris am Dienstag mit. Ärger dräut X auch in Großbritannien, wo die Datenschutzbehörde eine Untersuchung wegen KI-generierter Pornobilder anstieß.

Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Inhaftierung Nawalnys

Zwei Jahre nach dem Tod des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem russischen Straflager hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Russland wegen "rechtswidriger Inhaftierung" und "unmenschlicher Behandlung" verurteilt. Die Straßburger Richter verurteilten Russland am Dienstag zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 26.000 Euro, was voraussichtlich keine Folgen haben wird, da Russland Entscheidungen des Gerichts ignoriert.

Textgröße ändern: