Deutsche Tageszeitung - Brisbane verhängt Express-Lockdown wegen Coronavirus-Mutation

Brisbane verhängt Express-Lockdown wegen Coronavirus-Mutation


Brisbane verhängt Express-Lockdown wegen Coronavirus-Mutation
Brisbane verhängt Express-Lockdown wegen Coronavirus-Mutation / Foto: ©

Die Stadt Brisbane in Australien verhängt wegen einer Infektion mit der zuerst in Großbritannien entdeckten Mutation des Coronavirus einen Express-Lockdown. Zur Eindämmung dieser ansteckenderen Virus-Variante "müssen wir sofort handeln", sagte die Premierministerin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, am Freitag. Ab Freitagabend sollen mehr als zwei Millionen Menschen im Großraum Brisbane für mindestens drei Tage in ihren Häusern bleiben.

Textgröße ändern:

Eine Putzkraft in einem Hotel, in dem Reiserückkehrer sich in Quarantäne begeben, war nach Behördenangaben positiv auf die Variante des Virus getestet worden.

Die Verkehrsverbindungen nach Brisbane wurden nach Entdeckung des Infektionsfalls unterbrochen. Australien verschärft zudem die Einreise aus dem Ausland weiter. Alle internationalen Passagiere müssten einen Coronatest machen, bevor sie nach Australien fliegen, teilte Australiens Premierminister Scott Morrison mit. Die ohnehin bereits niedrige Zahl der Einreisenden werde zudem um weitere 50 Prozent reduziert.

Die neue Mutation war erstmals im Südosten Englands entdeckt worden. Erste Studien legen nahe, dass die Variante B.1.1.7 um 40 bis 70 Prozent ansteckender sein könnte als die bisher bekannte. Besonders außerhalb von Großbritannien fehlt es allerdings noch an Daten zu der Mutation.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab

Die USA haben nach Pentagon-Angaben eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Die Drohne habe sich auf "aggressive" Weise dem Flugzeugträger USS "Abraham Lincoln" genähert, teilte ein Militärsprecher am Dienstag in Washington mit. Der Abschuss durch ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C sei zur "Selbstverteidigung" erfolgt, um den Flugzeugträger und die Besatzung zu schützen.

Gemeinde Crans-Montana spendet über eine Million Euro für Opfer der Brandkatastrophe

Die Schweizer Gemeinde Crans-Montana spendet eine Million Schweizer Franken für die Opfer und Hinterbliebenen der verheerenden Brandkatastrophe in der Silvesternacht. "Wir sind uns bewusst, dass Geld keine Wunden heilen kann, aber wir hoffen, den von dieser Tragödie betroffenen Familien helfen und die Solidarität der Gemeinde Crans-Montana zum Ausdruck bringen zu können", erklärte am Dienstag Gemeindepräsident Nicolas Féraud.

Französische Justiz will X-Eigentümer Musk anhören - Durchsuchungen in Büros

Die französische Justiz weitet ihr Vorgehen gegen die Online-Plattform X aus: Die Behörden durchsuchten Büroräume des Unternehmens und wollen X-Eigentümer Elon Musk befragen. Musk sei für den 20. April in Paris zu einer "freiwilligen Anhörung" geladen, teilte die Staatsanwaltschaft in Paris am Dienstag mit. Ärger dräut X auch in Großbritannien, wo die Datenschutzbehörde eine Untersuchung wegen KI-generierter Pornobilder anstieß.

Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Inhaftierung Nawalnys

Zwei Jahre nach dem Tod des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem russischen Straflager hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Russland wegen "rechtswidriger Inhaftierung" und "unmenschlicher Behandlung" verurteilt. Die Straßburger Richter verurteilten Russland am Dienstag zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 26.000 Euro, was voraussichtlich keine Folgen haben wird, da Russland Entscheidungen des Gerichts ignoriert.

Textgröße ändern: