Deutsche Tageszeitung - Passagierflugzeug in Indonesien kurz nach Start vom Radar verschwunden

Passagierflugzeug in Indonesien kurz nach Start vom Radar verschwunden


Passagierflugzeug in Indonesien kurz nach Start vom Radar verschwunden
Passagierflugzeug in Indonesien kurz nach Start vom Radar verschwunden / Foto: ©

Die indonesische Fluggesellschaft Sriwijaya Air hat am Samstag kurz nach dem Start den Kontakt zu einer ihrer Passagiermaschinen verloren. Die Boeing vom Typ 737-500 sei nach dem Abflug in der Hauptstadt Jakarta gegen 14.40 Uhr (Ortszeit) vom Radar verschwunden, teilte das Verkehrsministerium mit. Zuvor verlor die Maschine laut der Flug-Website FlightRadar24 dramatisch an Höhe.

Textgröße ändern:

Noch ist unklar, wie viele Passagiere und Besatzungsmitglieder sich an Bord der Maschine befanden, die bis zu 130 Menschen transportieren kann. Der Flieger der Billigfluggesellschaft war unterwegs zur Insel Borneo. Die Flugzeit beträgt rund 90 Minuten.

FlightRadar24 zufolge erreichte das Flugzeug eine Höhe von mehr als 3000 Metern, bevor es in einen Sturzflug überging. Dann brach der Kontakt ab. "Sriwijaya Air Flug #SJ182 verlor mehr als 3000 Meter an Höhe in weniger als einer Minute, etwa vier Minuten nach dem Abflug von Jakarta", schrieb die Website auf Twitter.

In Indonesien gab es zuletzt im Oktober 2018 ein schweres Flugzeugunglück: Damals wurden 189 Menschen getötet, als eine Lion-Air-Maschine vom Typ Boeing 737 MAX kurz nach dem Start ins Meer stürzte. Dieser Absturz, sowie ein weiterer in Äthiopien, führte zu einem weltweiten Flugverbot für die 737 MAX und einer Milliardenstrafe für Boeing wegen der Verschleierung von Informationen über das Stabilisierungssystem MCAS gegenüber den Aufsichtsbehörden.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Vor Präsidentenwahl in Brasilien: Polizei untersucht möglichen Sprengsatz vor Oberstem Gericht

Drei Tage vor Beginn der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist vor dem höchsten Gericht des Landes womöglich ein Sprengsatz abgestellt geworden. Die Polizei untersuche den vor dem Gerichtsgebäude in der Hauptstadt Brasília abgestellten Rucksack, teilte der Oberste Gerichtshof am Donnerstag (Ortszeit) mit. Nach Angaben der Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Fehlgeschlagene Hinrichtung von US-Todeskandidatin: Rufe nach Aus für Todesstrafe

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin dringen Menschenrechtler auf die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Nach Amnesty International erklärte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Donnerstag: "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz." Türk forderte Gnade für die verurteilte Mörderin Christa Pike, die zwei Giftspritzen überlebt hatte.

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Mehr als 13 Jahre Haft wegen Mordes für Narkosearzt in Hessen

Mehr als fünf Jahre nach dem Tod eines Mädchens bei einer Zahnbehandlung hat das Landgericht Frankfurt am Main einen Narkosearzt in einem neuen Prozess zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der 69-Jährige wegen Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er elementare Hygienestandards missachtet hatte.

Textgröße ändern: