Deutsche Tageszeitung - Sieben große Impfzentren in England nehmen Betrieb auf

Sieben große Impfzentren in England nehmen Betrieb auf


Sieben große Impfzentren in England nehmen Betrieb auf
Sieben große Impfzentren in England nehmen Betrieb auf / Foto: ©

In England haben am Montag sieben große Impfzentren ihren Betrieb aufgenommen. Wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS mitteilte, sollen in den Impfzentren, die in Städten wie London, Bristol, Newcastle und Manchester etwa in Fußballstadien oder auf einer Pferderennbahn untergebracht sind, jede Woche tausende Menschen geimpft werden. Weitere Impfzentren sollen in Kürze dazukommen. Im Laufe der Woche sollen auch Krankenhäuser und Apotheken den Impfstoff anbieten können.

Textgröße ändern:

Das Vereinigte Königreich ist Vorreiter bei den Impfungen gegen das Coronavirus. Allein in England wurden nach offiziellen Angaben schon mehr als 1,2 Millionen Menschen geimpft. Bis Mitte Februar sollen die zwölf Millionen am stärksten gefährdeten Menschen in England, das insgesamt 56 Millionen Einwohner hat, eine Impfung angeboten bekommen.

Die Corona-Impfungen sind die größte Impfkampagne, die es jemals in Großbritannien gegeben hat. Organisiert wird die Kampagne von der Regierung, dem NHS und der Armee, wie Gesundheitsminister Matt Hancock am Montag sagte.

Als erstes westliches Land hatte Großbritannien Anfang Dezember eine Notfallzulassung für das Präparat des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer erteilt. Seit einer Woche können die Briten zudem mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford geimpft werden, das Ende Dezember zugelassen worden war. Am Freitag wurde mit dem Mittel des US-Pharmakonzerns Moderna dann ein dritter Corona-Impfstoff zugelassen.

Das Vereinigte Königreich ist von der Corona-Pandemie stärker betroffen als viele andere Staaten. Die derzeit dramatisch hohen Ansteckungszahlen hängen auch damit zusammen, dass sich in Großbritannien eine neue Mutation des Virus schnell verbreitete. Erste Studien legen nahe, dass die Coronavirus-Variante B.1.1.7 um bis zu 70 Prozent ansteckender sein könnte als die bisher bekannten Stämme.

Wegen der explodierenden Infektionszahlen gilt in England und Schottland ein harter Lockdown, Schulen und Geschäfte bleiben für mindestens sechs Wochen geschlossen. Zudem gelten strenge Ausgangsbeschränkungen. Englands oberster Amtsarzt Chris Whitty sagte am Montag in der BBC, das Land müsse sich auf die "schlimmsten Wochen" der Pandemie gefasst machen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

15-jähriger Autofahrer hängt Polizei bei Verfolgungsjagd in Oldenburg ab

Ein 15-jähriger Autofahrer hat sich im niedersächsischen Oldenburg eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und die Beamten zunächst abgehängt. Der Jugendliche war in der Nacht zum Sonntag mit zwei gleichaltrigen Insassen mit dem Auto im Oldenburger Stadtgebiet unterwegs, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Als Beamte den Wagen kontrollieren wollten, gab er Gas und floh.

Marihuana in Bürostühlen geschmuggelt: Schlag gegen Drogenbande in Nordrhein-Westfalen

Ermittlern in Nordrhein-Westfalen ist ein Schlag gegen eine mutmaßliche Drogenbande gelungen, die an dem Schmuggel von in Bürostühlen verstecktem Marihuana beteiligt gewesen sein soll. Wie das Zollfahndungsamt Essen am Dienstag mitteilte, wurden bei mehreren Einsätzen insgesamt mehr als eineinhalb Tonnen Marihuana beschlagnahmt. Gegen einen 38-jährigen Hauptverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Der Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Drogen belaufe sich auf mehr als 15 Millionen Euro, hieß es.

Durchsuchungen nach Stromnetz-Anschlag in Berlin

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf Hochspannungsmasten in Berlin im September sind Ermittler am Dienstagmorgen zu einer Razzia ausgerückt. Die Ermittlungen richten sich gegen "namentlich bekannte Beschuldigte", wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin der Nachrichtenagentur AFP sagte. Insgesamt finden bundesweit 18 Durchsuchungen statt. Weitere Details nannte der Sprecher mit Verweis auf den laufenden Einsatz nicht.

Mindestens 66 Tote bei Absturz von Militärmaschine in Kolumbien

Die Zahl der Todesopfer beim Absturz eines Militärflugzeugs in Kolumbien ist Armeekreisen zufolge auf mindestens 66 gestiegen. Bei dem Absturz in Puerto Leguízamo, nahe der Grenze zu Peru und Ecuador, wurden zudem dutzende weitere Menschen verletzt, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit) aus Armeekreisen erfuhr. An Bord der Transportmaschine befanden sich Armeeangaben zufolge 125 Menschen.

Textgröße ändern: