Deutsche Tageszeitung - Französin irrtümlich für tot erklärt - Frau zieht vor Gericht

Französin irrtümlich für tot erklärt - Frau zieht vor Gericht


Französin irrtümlich für tot erklärt - Frau zieht vor Gericht
Französin irrtümlich für tot erklärt - Frau zieht vor Gericht / Foto: ©

"Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben", scherzte Mark Twain einmal. Für eine 58-jährige Französin hat ihr vermeintliches Ableben jedoch so gravierende Folgen, dass sie vor ein Gericht in Lyon zieht, um sich für lebendig erklären zu lassen. Denn Jeanne Pouchain hat ihre Ausweise, ihr Bankkonto und ihre Krankenversicherung verloren.

Textgröße ändern:

"Es ist eine verrückte Geschichte", sagte Pouchains Anwalt Sylvain Cormier der Nachrichtenagentur AFP. Eine frühere Mitarbeiterin von Pouchains Reinigungsfirma habe einfach behauptet, ihre Chefin sei tot - "ohne jeden Beweis vorzulegen, und jeder hat es geglaubt", sagte er. "Niemand hat es überprüft."

Hintergrund ist ein Rechtsstreit: Die ehemalige Mitarbeiterin musste nach Angaben des Anwalts im Jahr 2000 gehen, nachdem Pouchain einen größeren Auftrag verloren hatte. Vier Jahre später sprach ein Arbeitsgericht der gefeuerten Putzfrau mehr als 14.000 Euro Entschädigung zu. Das Urteil wurde aber nie vollstreckt, da sie gegen Pouchains Firma geklagt hatte und nicht gegen sie selbst.

Ein Berufungsgericht verurteilte dann nach langem juristischen Tauziehen Pouchains Mann und Sohn zur Zahlung der Entschädigung. Das Gericht ging davon aus, dass die frühere Arbeitgeberin tot sei.

Der Anwalt der ehemaligen Mitarbeiterin stellt die Dinge jedoch ganz anders dar: Pouchain sei selbst an der Misere schuld, da sie sich tot gestellt habe, um der Justiz zu entgehen und keine Briefe mehr beantwortet habe.

Pouchain sagte AFP, sie hoffe nun auf die gerichtliche Bestätigung, dass sie lebe. "Die Behörden haben mir mitgeteilt, ich gelte inzwischen nicht mehr als tot, aber auch noch nicht als lebendig."

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Mindestens drei Verletzte bei Schwert-Angriff an schwedischer Schule

An einer schwedischen Schule sind bei einem Angriff mit einem Schwert mindestens drei Menschen verletzt worden. Wie die Behörden der Kleinstadt Fagersta am Freitag mitteilten, drang ein mit einem Schwert bewaffneter Angreifer in die Brinell-Schule der Stadt ein und verletzte dort mehrere Menschen. Medienberichten zufolge wurde er von der Polizei angeschossen und festgenommen. Das Motiv für den Angriff war zunächst unklar.

Waffenlager bei Berlin: Behörden vermuten Anschlagsplan - Spur nach Russland

Nach dem Fund eines Waffenlagers in einem Wald bei Berlin gehen die Sicherheitsbehörden von einem geplanten Anschlag aus. Das sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag in Berlin. Nach AFP-Informationen steht im Zusammenhang mit dem Waffenfund ein Ukrainer in Rumänien unter Verdacht. Er soll im Auftrag Russlands mit einem weiteren Ukrainer Sabotageakte geplant haben.

Gericht: Blitzerergebnisse dürfen auch im Saarland ohne Rohdaten verwertet werden

Auch im Saarland dürfen Daten aus Blitzern ohne Speicherung der Rohmessdaten verwertet werden. Die bisherige Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs des Saarlandes werde durch eine höherrangige Entscheidung des Bundesgerichtshofs überholt, wie das Saarländische Oberlandesgericht am Freitag in Saarbrücken mitteilte. Temposünder können im Saarland nun trotz Widerspruchs auch dann verurteilt werden, wenn das Messsystem keine Rohdaten speichert. (Az.: 1 Ss (OWi) 112/24)

Mehrere Verletzte bei Schwert-Angriff an schwedischer Schule

Bei einem Angriff mit einem Schwert sind in einer Schule in Schweden am Freitag mehrere Menschen verletzt worden. Wie die Behörden der Kleinstadt Fagersta mitteilten, drang ein mit einem Schwert bewaffneter Angreifer in die Brinell-Schule der Stadt ein und verletzte dort mehrere Menschen. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter demnach fest.

Textgröße ändern: