Deutsche Tageszeitung - Einer der Flugschreiber der abgestürzten indonesischen Boeing geborgen

Einer der Flugschreiber der abgestürzten indonesischen Boeing geborgen


Einer der Flugschreiber der abgestürzten indonesischen Boeing geborgen
Einer der Flugschreiber der abgestürzten indonesischen Boeing geborgen / Foto: ©

In Indonesien haben die Ermittler einen der beiden Flugschreiber der am Samstag abgestürzten Passagiermaschine geborgen. Verkehrsminister Budi Karya Sumadi teilte am Dienstag in Jakarta mit, dass der Flugdatenschreiber der Boeing 737-500 gefunden worden sei, die mit 62 Menschen an Bord kurz nach dem Start in der indonesischen Hauptstadt abgestürzt war. Mit Hilfe der Aufzeichnungen aus dem Flugdatenschreiber wollen die Ermittler die Ursache des Absturzes aufklären.

Textgröße ändern:

In den aufgezeichneten Gesprächen der Piloten mit der Flugsicherung habe nichts auf technische Probleme oder eine plötzliche Notlage hingedeutet, hatte der Ermittler Nurcahyo Utomo am Montag gesagt. Es höre sich wie der übliche Routineaustausch an.

Am Sonntag waren Teile des Wracks der Boeing sowie Signale der beiden Black Boxes im Meer geortet worden. Bei den Black Boxes handelt es sich einerseits um den Stimmenrekorder mit den aufgezeichneten Cockpit-Gesprächen und andererseits um den Flugdatenschreiber. Der Stimmenrekorder muss noch geborgen werden.

Der Flug von Jakarta nach Pontianak auf der Insel Borneo war halb ausgebucht, unter den 50 Passagieren befanden sich auch zehn Kinder. Luftfahrtexperten zufolge zeigen die Daten von Websites zur Flugverfolgung, dass die Boeing stark von ihrem Kurs abwich, bevor sie in einen steilen Sturzflug ging. Die Unglücksmaschine war 26 Jahre alt und zuvor Teil der Flugzeugflotte von Continental Airlines und United Airlines in den USA.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Drohender Ausschluss: Chef von arabisch-israelischer Partei zieht Kandidatur für Knesset zurück

Der Vorsitzende der arabisch-israelischen Oppositionspartei Balad, Sami Abu Schehadeh, zieht angesichts eines drohenden Ausschlusses von der Parlamentswahl seine Kandidatur für einen Sitz in der Knesset zurück. Schehadeh traf die Entscheidung, nachdem der Oberste Gerichtshof ihm am Donnerstag im Zusammenhang mit Äußerungen über den Großangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 einen Rückzug nahegelegt hatte. Die Mehrheit der Richter befürwortete einen formalen Ausschluss des Politikers und gab ihm bis Freitag Zeit, einem Urteil zuvorzukommen.

Vor Präsidentenwahl in Brasilien: Polizei untersucht möglichen Sprengsatz vor Oberstem Gericht

Drei Tage vor Beginn der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist vor dem höchsten Gericht des Landes womöglich ein Sprengsatz abgestellt geworden. Die Polizei untersuche den vor dem Gerichtsgebäude in der Hauptstadt Brasília abgestellten Rucksack, teilte der Oberste Gerichtshof am Donnerstag (Ortszeit) mit. Nach Angaben der Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Fehlgeschlagene Hinrichtung von US-Todeskandidatin: Rufe nach Aus für Todesstrafe

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin dringen Menschenrechtler auf die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Nach Amnesty International erklärte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Donnerstag: "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz." Türk forderte Gnade für die verurteilte Mörderin Christa Pike, die zwei Giftspritzen überlebt hatte.

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Textgröße ändern: