Deutsche Tageszeitung - Polizei von Los Angeles leitet Ermittlungen gegen Schock-Rocker Marilyn Manson ein

Polizei von Los Angeles leitet Ermittlungen gegen Schock-Rocker Marilyn Manson ein


Polizei von Los Angeles leitet Ermittlungen gegen Schock-Rocker Marilyn Manson ein
Polizei von Los Angeles leitet Ermittlungen gegen Schock-Rocker Marilyn Manson ein / Foto: ©

Nach den von mehreren Frauen erhobenen Missbrauchsvorwürfen gegen den Schock-Rocker Marilyn Manson hat die Polizei von Los Angeles Ermittlungen eingeleitet. Die Untersuchung beziehe sich auf Vorwürfe der häuslichen Gewalt gegen Brian Warner, wie Manson mit bürgerlichem Namen heißt, sagte ein Polizeivertreter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern:

Zu den mutmaßlichen Opfern Mansons machte die Polizei keine Angaben. Gegenstand der Ermittlungen seien Vorfälle, die sich zwischen 2009 und 2011 ereignet hätten, als Manson im Stadtteil West Hollywood von Los Angeles gelebt habe, hieß es lediglich.

Die US-Schauspielerin Evan Rachel Wood und mehrere weitere Frauen erheben schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Manson. Dabei geht es um Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs bis hin zur Vergewaltigung. Auch beschuldigen die Frauen Manson der Manipulation, des erzwungenen Drogenkonsums, der Einschüchterung und der körperlichen Gewalt. Sogar mit dem Tod soll der Musiker ihnen gedroht haben.

Über die Beziehung zwischen Manson und Wood war erstmals 2007 berichtet worden. 2010 trennte sich das Paar.

Manson weist die Anschuldigungen zurück. Die Beschreibungen Woods nannte er im Online-Dienst Instagram kürzlich eine "fürchterliche Verzerrung der Realität". Mansons Plattenfirma hatte sich wegen der Vorwürfe Anfang des Monats von dem Rocker getrennt.

Es ist nicht das erste Mal, dass gegen Manson ermittelt wird. Schon 2018, nachdem die Missbrauchsvorwürfe gegen den Hollywoodmogul Harvey Weinstein publik geworden waren, war eine Anzeige gegen Manson erstattet worden. Dabei ging es um mutmaßliche Sexualdelikte im Jahr 2011. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren aber ein.

Manson setzt in seinen Auftritten auf Schockeffekte und Provokation. Er kleidet sich im sogenannten Gothic-Look und mischt in seine Bühnenshow Elemente von Satanskulten. Seinen Künstlernamen setzte er aus dem Vornamen der Hollywood-Legende Marilyn Monroe und dem Nachnamen des Serienmörders Charles Manson zusammen.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Getötete 29-Jährige in Trier: Mann und Frau unter Mordverdacht festgenommen

Eineinhalb Wochen dem Fund einer getöteten 29-Jährigen in ihrer Wohnung in Trier haben die Ermittler zwei Tatverdächtige im Saarland festgenommen. Der 35-jährige Mann und die 25-jährige Frau stehen im Verdacht, die Studentin getötet zu haben, um sich zu bereichern, wie die Staatsanwaltschaft Trier am Donnerstag mitteilte. Gegen sie wurden Haftbefehle wegen Mordes erlassen.

Millionenschaden bei Brand in historischem Schloss in Sachsen-Anhalt

Ein Brand in einem historischen Schloss in Sachsen-Anhalt hat für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt und einen Millionenschaden verursacht. Das Jahrhunderte alte Gebäude in Wallhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz geriet in der Nacht zum Donnerstag in Brand, wie ein Feuerwehrsprecher vor Ort sagte. Laut Polizei wurde das Gebäude durch den Brand erheblich beschädigt, der Schaden dürfte ersten Schätzungen zufolge im Millionenbereich liegen.

George und Amal Clooney fliehen wegen Waldbrand aus Luxus-Anwesen in Südfrankreich

Der Hollywood-Schauspieler George Clooney und seine Ehefrau Amal sind wegen eines sich schnell ausbreitenden Waldbrands aus ihrem Anwesen in Südfrankreich geflohen. "Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir keine Ahnung, ob unser wunderschönes Zuhause diesen schrecklichen Moment überstehen wird", schrieben sie in einem Brief an den Bürgermeister der Stadt Brignoles, aus dem das Magazin "People" zitierte. Sie hofften, alle ihre Nachbarn seien in Sicherheit, betonte das Paar.

IS-Videos auf Social Media verbreitet: Geldstrafe für Mann in Rheinland-Pfalz

Wegen der Verbreitung von IS-Propaganda auf einer Social-Media-Plattform ist ein 24-Jähriger in Rheinland-Pfalz zu einer Geldstrafe von 9000 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Koblenz sprach ihn unter anderem des Verwendens von Kennzeichen terroristischer Organisationen und der der Billigung von Straftaten schuldig, wie das Gericht mitteilte.

Textgröße ändern: