Deutsche Tageszeitung - Elefanten trampeln mutmaßlichen Wilderer in Südafrika zu Tode

Elefanten trampeln mutmaßlichen Wilderer in Südafrika zu Tode


Elefanten trampeln mutmaßlichen Wilderer in Südafrika zu Tode
Elefanten trampeln mutmaßlichen Wilderer in Südafrika zu Tode / Foto: ©

Ein mutmaßlicher Wilderer ist im berühmten Krüger-Nationalpark in Südafrika von einer Elefantenherde zu Tode getrampelt worden. Der Mann habe offenbar Elfenbein erbeuten wollen und sei mit zwei Komplizen auf der Flucht vor Wildhütern gewesen, erklärte die Parkbehörde SanPark am Montag. Dabei gerieten die drei Männer in eine brütende Elefantenherde, die auf sie losging.

Textgröße ändern:

Auf einer Patrouille entdeckten Nationalpark-Ranger am Samstag drei Wilderer, die mutmaßlich auf der Jagd nach Nashörnern waren. Die Männer flüchteten und liefen geradewegs in die brütende Elefantenherde. Dabei wurde einer von ihnen "schwer zertrampelt" und getötet, wie SanPark-Sprecher Isaac Phaahla der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Ein weiterer Mann wurde von den Wildhütern festgenommen, der dritte war zunächst noch auf der Flucht. Berichten zufolge wurde er ebenfalls von den Dickhäutern angegriffen und am Auge verletzt. Die Ranger fanden ein Gewehr und eine Axt, die Polizei leitete eine Untersuchung ein.

Südafrika beheimatet fast 80 Prozent der weltweiten Nashorn-Population. Ehemals als Paradies für Wilderer bekannt, sank die Zahl der getöteten Nashörner in den vergangenen sechs Jahren. Wilderer erschießen trotzdem immer wieder Nashörner und hacken ihre Hörner ab. Diese werden meist nach Asien verkauft, wo Elfenbein in der traditionellen Medizin eingesetzt wird.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Zahl unerlaubter Einreisen im September weiter gesunken

Die Zahl unerlaubter Einreisen an den deutschen Grenzen ist im September weiter gesunken. Wie die Bundespolizei am Montag in Potsdam mitteilte, versuchten im vergangenen Monat 3268 Menschen, ohne gültige Papiere nach Deutschland einzureisen. Dies waren rund 23 Prozent weniger als im August und 34 Prozent weniger als im September 2025. Es ist zudem der niedrigste Stand seit über fünf Jahren: Geringere Werte gab es zum letzten Mal 2021.

Iran-Sanktionen: Hotel darf nicht mit eingefrorenen Geldern weiterbetrieben werden

Wegen der Iran-Sanktionen eingefrorene Gelder eines Luxushotels bei Frankfurt am Main dürfen einem Gerichtsbeschluss zufolge nicht für den Weiterbetrieb des Hauses verwendet werden. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln am Freitag und wies damit einen Eilantrag des Insolvenzverwalter ab, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte.

Nürnberg: 17-Jähriger Rollerfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Linienbus

In Nürnberg ist ein 17-jähriger Rollerfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Linienbus ums Leben gekommen. Der Jugendliche war am Sonntagabend im Stadtgebiet unterwegs und hatte ein 16-jähriges Mädchen auf dem Motorroller mit dabei, wie die Polizei in der Nacht zum Montag mitteilte. Als der entgegenkommende Bus abbiegen wollte, kam es aus zunächst unklarer Ursache zum Zusammenstoß.

Oberstes US-Gericht befasst sich mit Fragen der Konzernhaftung bei Klimawandelschäden

Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich am Montag mit einem für die Ölindustrie grundlegenden Fall: Im Kern geht es um die Frage, wie und vor welchen Gerichten Unternehmen für mögliche Auswirkungen ihrer Erzeugnisse auf den Klimawandel verantwortlich gemacht werden können. Im Mittelpunkt steht eine Klage der Stadt und des Countys Boulder im Bundesstaat Colorado gegen die Konzerne ExxonMobil und Suncor Energy von 2018.

Textgröße ändern: