Deutsche Tageszeitung - Indischer "Superheld" rettet Jungen mit Sprint vor heranrasendem Zug

Indischer "Superheld" rettet Jungen mit Sprint vor heranrasendem Zug


Indischer "Superheld" rettet Jungen mit Sprint vor heranrasendem Zug
Indischer "Superheld" rettet Jungen mit Sprint vor heranrasendem Zug / Foto: ©

Ein indischer Bahnarbeiter hat einen kleinen Jungen in letzter Minute vor einem heraneilenden Schnellzug gerettet. Bilder einer Überwachungskamera zeigen den Weichensteller Mayru Shelke, wie er am Samstag 30 Meter auf einen rasenden Zug zurannte, nachdem er den Sturz des Jungen ins Gleisbett gesehen hatte. Er packte den Jungen und warf ihn zurück auf den Bahnsteig, ehe er sich selbst nur Augenblicke vor dem Eintreffen des Schnellzugs in Sicherheit brachte.

Textgröße ändern:

"Ich sah den Jungen fallen und den Zug auf ihn zurasen. Es gab keine Chance, dass er überlebt hätte, wenn ich nicht eingegriffen hätte", wurde Shelke nach seinem heldenhaften Sprint von der Zeitung "Mid-Day" zitiert.

Die Hilfeschreie der sehbehinderten Mutter des Kindes hatten den 30-Jährigen alarmiert. Sie stand am Bahnhof von Vangani, etwa 70 Kilometer östlich der Millionenstadt Mumbai, als ihr sechsjähriger Sohn von der Bahnsteigkante auf die Gleise fiel. Der Udyan-Expresszug raste da bereits heran.

Shelke sagte, er habe trotz seiner Furcht vor dem Zug "überhaupt keine Zeit zum Nachdenken" gehabt. "Ich war entschlossen, ihn zu retten."

Shelke wurde in den Online-Netzwerken als "Superheld" gefeiert. Der indische Eisenbahnminister Piyush Goval sagte, der Weichensteller werde für seinen Einsatz belohnt. Auf Indiens baufälligem Bahnstrecken kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

"Korrupt und verfassungswidrig": Trump wegen Premium-Zugangs zu seinem Onlinedienst verklagt

Zwei Medienorganisationen haben US-Präsident Donald Trump wegen des neuen Premiumangebots seines Onlinedienstes Truth Social verklagt. Der gegen eine hohe Gebühr erhältliche vorzeitige Zugang zu Trumps Posts in dem Netzwerk sei "außergewöhnlich, korrupt und verfassungswidrig", heißt es in einer am Mittwoch von den Organisationen The Intercept und Freedom of the Press Foundation in New York eingereichten Klageschrift.

Eigene Tochter mit Rheumamittel vergiftet: Bewährungsstrafen in Sachsen

Weil sie ihre minderjährige Tochter mit Rheumamitteln vergiftet und lebensgefährlich geschwächt haben sollen, sind Eltern in Sachsen zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Zwickau verhängte gegen die Mutter eineinhalb Jahre und gegen den Vater zwei Jahre Haft, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Beide Strafen wurden demnach zur Bewährung ausgesetzt. Die mitangeklagte Halbschwester der Geschädigten wurde freigesprochen.

Russe wegen Hitlergruß vor Synagoge in Frankreich zu acht Monaten Haft verurteilt

Weil er in der Nähe einer Synagoge in Frankreich den Hitlergruß gezeigt hat, ist ein Russe zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 19-Jährige sei zudem mit einem dauerhaften Einreiseverbot nach Frankreich belegt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Der junge Mann war drei Tage zuvor in Sarcelles nördlich von Paris festgenommen worden, wo er zusammen mit zwei weiteren Menschen gesichtet worden war.

Acht Jahre nach Ausschreitungen in Chemnitz: Ein Fall wird neu geprüft

Acht Jahre nach Ausschreitungen am Rande einer rechten Demonstration in Chemnitz muss der Fall eines Angeklagten neu aufgerollt werden. Das Landgericht der sächsischen Stadt machte Rechtsfehler zu seinen Gunsten, wie der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Drei Freisprüche wurden dagegen rechtskräftig. (Az. 5 StR 170/26)

Textgröße ändern: