Deutsche Tageszeitung - Spur zu Verschwörungsanhänger nach Kindesentführung in Frankreich

Spur zu Verschwörungsanhänger nach Kindesentführung in Frankreich


Spur zu Verschwörungsanhänger nach Kindesentführung in Frankreich
Spur zu Verschwörungsanhänger nach Kindesentführung in Frankreich / Foto: ©

Nach der Entführung der achtjährigen Mia in Frankreich führt eine Spur zu einem Verschwörungsanhänger: Die Staatsanwaltschaft von Nancy stellte am Dienstag einen internationalen Haftbefehl gegen den Franzosen Rémy D. aus, der sich in Asien aufhalten soll. Der 54-Jährige soll die Entführung des Kindes mit organisiert haben. Die Polizei hatte Mia am Wochenende nach mehrtägiger Suche wohlbehalten in der Schweiz gefunden und zurück zu ihrer Großmutter in Lothringen gebracht, die das Sorgerecht hat.

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Mia war am Dienstag der vergangenen Woche aus dem Haus ihrer Oma verschwunden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler beauftragte Mias eigene Mutter Lola M. eine Gruppe von Männern mit der Entführung ihres Kindes, da sie es nach einem Sorgerechtsurteil nicht mehr besuchen durfte.

Die Entführer gehören nach Angaben der Staatsanwaltschaft zu einer französischen Gruppe von Corona-Leugnern und Staatsgegnern. Auch Rémy D. gehört zu diesen Kreisen und soll laut Presseberichten in Malaysia leben. In einem seiner Videos sprach er sich unter anderem für einen Staatsstreich in Frankreich aus und das Verbot sogenannter Chemtrails.

Mias Mutter und ein mutmaßlicher Helfer waren zuletzt in Polizeigewahrsam in der Schweiz und sollten nach Frankreich überstellt werden. Fünf weitere Männer hält die französische Polizei wegen mutmaßlicher Kindesentführung fest.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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