Deutsche Tageszeitung - Frau von Drogenbaron "El Chapo" bekennt sich wegen Drogenhandels schuldig

Frau von Drogenbaron "El Chapo" bekennt sich wegen Drogenhandels schuldig


Frau von Drogenbaron "El Chapo" bekennt sich wegen Drogenhandels schuldig
Frau von Drogenbaron "El Chapo" bekennt sich wegen Drogenhandels schuldig / Foto: ©

Die Frau des berüchtigten mexikanischen Drogenbarons Joaquín "El Chapo" Guzmán hat sich schuldig bekannt, ihrem Mann beim Schmuggel von Rauschgift in die Vereinigten Staaten geholfen zu haben. Sie sei in allen drei Anklagepunkten schuldig, sagte die 31-jährige Emma Coronel Aispuro bei einer Gerichtsanhörung in Washington am Donnerstag. Das Urteil gegen die frühere Schönheitskönigin soll am 15. September verkündet werden. Ihr droht lebenslange Haft.

Textgröße ändern:

Coronel war im Februar am Flughafen Dulles nahe Washington festgenommen und kurz darauf wegen Drogenhandels, Geldwäsche sowie Geschäften mit einem ausländischen Drogenhändler angeklagt worden. Laut Staatsanwaltschaft soll sie ihrem Mann zudem bei dessen erfolgreichem Fluchtversuch aus einem mexikanischen Gefängnis im Jahr 2015 geholfen haben. Die Mindest-Haftstrafe für Drogenschmuggel beträgt in den USA 15 Jahre.

Gemeinsam mit Guzmán hat Coronel, die sowohl die mexikanische als auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, Zwillingstöchter. Guzmán war Chef des berüchtigten Sinaloa-Kartells, bevor er 2017 in die USA ausgeliefert wurde. Zwei Jahre später wurde er zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt, die er in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat Colorado verbüßt.

Nach Angaben des US-Justizministeriums schmuggelte das Sinaloa-Kartell in einem Zeitraum von 25 Jahren mehr als 495 Tonnen Kokain, 99 Tonnen Heroin, 49 Tonnen Metamphetamine und 99 Tonnen Marihuana in die USA. Aus Justizakten geht hervor, dass "El Chapo" zudem hinter zahlreichen Morden stecken soll.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

US-Amokläufer von Fort Hood soll durch Erschießungskommando hingerichtet werden

Der Amokläufer von Fort Hood, der 2009 auf dem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen erschossen hatte, soll durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. US-Präsident Donald Trump gab nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Montag (Ortszeit) seine Zustimmung für die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Attentäters Nidal Hasan. Es wäre das erste Mal seit 1961, dass die US-Armee eine Hinrichtung vollstreckt.

Spionageverdacht: Früherer BND-Präsident Hanning und Büroleiter festgenommen

Spionageverdacht gegen früheren Geheimdienstchef: Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendiensts (BND), August Hanning, ist am Dienstag festgenommen worden. Er soll von seinem früheren Büroleiter beim deutschen Auslandsgeheimdienst, Manfred D., geheime Informationen gekauft haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Erkenntnisse daraus sollen auch bei mindestens einem fremden Geheimdienst gelandet sein, nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich dabei aber nicht um Russland.

Schüler und Gewerkschaftsvertreter blockieren erneut Schulen in Frankreich

Erneut haben Schüler und Gewerkschaftsvertreter in Frankreich in mehreren Städten des Landes Schulen blockiert. Mit Blick auf mögliche Ausschreitungen an diesem Protesttag sagte Frankreichs Bildungsminister Edouard Geffray am Dienstag dem Sender France: "Unsere Priorität ist es, unsere Schüler zu schützen." Bislang wurden nach offiziellen Angaben bereits 215 Schülerinnen und Schüler, 700 Sicherheitskräfte und rund 100 Schulbeschäftigte verletzt. Zudem gab es rund 6000 Festnahmen, in erster Linie Minderjährige.

Tödlicher Unfall in Hessen: 65-Jähriger auf Autobahn überfahren

Auf einer Autobahn in Hessen ist ein 65-jähriger Mann überfahren und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei in Wiesbaden berichtete, hatte der Mann zuvor in der Nacht zum Dienstag nach einem Unfall auf der A3 kurz vor der Anschlussstelle Limburg-Süd sein Auto verlassen.

Textgröße ändern: