Deutsche Tageszeitung - Fieberhafter Rettungseinsatz nach Teil-Einsturz von Hochhaus in Florida

Fieberhafter Rettungseinsatz nach Teil-Einsturz von Hochhaus in Florida


Fieberhafter Rettungseinsatz nach Teil-Einsturz von Hochhaus in Florida
Fieberhafter Rettungseinsatz nach Teil-Einsturz von Hochhaus in Florida / Foto: ©

Nach dem Teil-Einsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida suchen die Rettungskräfte fieberhaft nach möglichen Verschütteten. Der Verbleib von 99 möglichen Bewohnern war am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) noch unklar, wie die Leiterin des Verwaltungsbezirkes Miami Dade, Daniella Levine Cava, am Unglücksort sagte. Mindestens ein Mensch starb bei dem Unglück in der Stadt Surfside, dessen Ursache zunächst unklar war.

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Ein großer Teil des Wohngebäudes nördlich von Miami Beach war in der Nacht auf Donnerstag eingestürzt. Zerstört wurden nach Angaben der Feuerwehr rund 55 der mehr als 130 Wohnungen. Nach Behördenangaben wurden zunächst 14 Überlebende aus den Trümmern geborgen, 35 Menschen konnten aus dem Wohnhaus gebracht werden. Dutzende Rettungskräfte suchten auch mit Hilfe von Spürhunden, Sonargeräten und Drohnen nach Überlebenden.

Unklar war, wieviele Menschen sich zum Unglückszeitpunkt in dem Gebäude aufgehalten hatten. Verwaltungschefin Daniella Levine Cava sagte, der Verbleib von 102 Menschen sei geklärt worden, der Verbleib von 99 Menschen sei noch ungewiss. "Wir alle beten. Wir alle weinen." Behördenvertreterin Sally Heyman sagte, eine Zählung sei "schwierig", unter anderem wegen der Ferienzeit.

Floridas Gouverneur Ron DeSantis sprach von einer "wirklich, wirklich tragischen Situation". "Wir hoffen auf das Beste mit Blick auf zusätzliche Rettungen, aber angesichts der Zerstörung bereiten wir uns auf schlechte Nachrichten vor." US-Präsident Joe Biden sagte in Washington, die Regierung stehe zur Unterstützung bereit.

Die Ursache für den teilweisen Einsturz war zunächst unklar. "Es sieht aus, als wäre eine Bombe hochgegangen", sagte der Bürgermeister von Surfside, Charles Burkett. "Aber wir sind ziemlich sicher, dass es keine Bombe, sondern etwas anderes war."

"Eine Seite des Gebäudes ist einfach komplett eingestürzt. Sie existiert nicht mehr", sagte der Argentinier Nicolas Fernandez, dessen Familie in dem Gebäude eine Wohnung besitzt, der Nachrichtenagentur AFP. Freunde hätten dort übernachtet. "Ich weiß nichts über sie", sagte der 29-Jährige. "Ich weiß nicht, ob sie noch am Leben sind."

(A.Stefanowych--DTZ)

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