Deutsche Tageszeitung - Vier Tote bei Waldbrand auf Zypern

Vier Tote bei Waldbrand auf Zypern


Vier Tote bei Waldbrand auf Zypern
Vier Tote bei Waldbrand auf Zypern / Foto: ©

Auf Zypern sind vier verbrannte Leichen im Süden der Insel gefunden worden, wo den zweiten Tag in Folge ein großer Waldbrand wütet. Bei den Toten handle es sich offenbar um ägyptische Staatsbürger, sagte Innenminister Nicos Nouris am Sonntag zu Reportern. Die Opfer seien wahrscheinlich vier Vermisste, nach denen seit Samstag gesucht worden war. Laut Medienberichten wurden sie 400 Meter von ihrem ausgebrannten Fahrzeug gefunden.

Textgröße ändern:

Der Präsident Zyperns, Nikos Anastasiades, nannte den Brand im Onlinedienst Twitter eine "Tragödie". Es sei die schlimmste Brandkatastrophe "seit 1974", dem Jahr, in dem die Insel geteilt worden war. Die Regierung werden "den Betroffenen und ihren Angehörigen sofort helfen".

Angefacht durch Wind und starke Hitze breitete sich das Feuer am Samstag im Bezirk Arakapas nördlich von der Hafenstadt Limassol aus und zerstörte mehrere Häuser. Zypern bat Israel und die EU um Unterstützung bei der Bekämpfung des Brandes.

Der EU-Kommissar für Krisenhilfe, Janez Lenarcic, teilte bei Twitter mit, dass Griechenland und Italien Flugzeuge zur Unterstützung schicken würden. Auch Israels Ministerpräsident Naftali Bennett kündigte an, zwei Löschflugzeuge zu schicken, die am Sonntag eintreffen sollten.

Die Flammen loderten an mehreren Fronten, weshalb die Feuerwehr alle Kräfte mobilisierte. Vorsorglich wurden auch im Bezirk Larnaka mehrere Dörfer evakuiert. Vom Urlaubsort Larnaka, 40 Kilometer von Limassol entfernt, war dichter Rauch zu sehen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

EVG droht mit Streiks im Regionalverkehr - Bahngewerkschaft macht Druck bei Gesetz zu Sicherheit

Gut ein halbes Jahr nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in einem Regionalzug droht die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) der Bundesregierung mit einem deutschlandweiten Streik im Regionalverkehr. "Das versprochene Gesetz für härtere Strafen bei Angriffen auf Zugpersonal muss noch in diesem Jahr in den Bundestag, sonst legen wir im Januar den Betrieb lahm", sagte Gewerkschaftschef Martin Burkert der "Bild am Sonntag".

Ermittlungen auf Hochtouren nach Schwert-Angriff an schwedischer Schule mit einer Toten

Nach einem Schwert-Angriff an einer Schule in der schwedischen Kleinstadt Fagersta mit einer Toten und drei Verletzten laufen die Ermittlungen zum Hintergrund der Gewalttat auf Hochtouren. Bei dem Todesopfer habe es sich um eine 17-jährige Schülerin gehandelt, teilte die schwedische Polizei am Samstag mit. Das Motiv für den Angriff war weiterhin unklar. Der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson gedachte am Tatort der Opfer.

Merz dankt Einsatzkräften nach Brand in Hürtgenwald - "Das ist der Klimawandel"

Rund eine Woche nach dem schweren Waldbrand bei Hürtgenwald hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstagnachmittag die Gemeinde in Nordrhein-Westfalen besucht und den Einsatzkräften gedankt. Ohne die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk, Land- und Forstwirtschaft wäre der Waldbrand "nicht so glimpflich ausgegangen", sagte Merz. Er sei gekommen, um allen Helferinnen und Helfern "wirklich sehr herzlich" zu danken.

Ausschreitungen bei Fußball-Pokalspiel in Mannheim - 85 Verletzte

Bei einem Fußball-Pokalspiel in Mannheim ist es am Freitagabend zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei wurde zwischenzeitlich der Rasen gestürmt. Die Polizei musste nach eigenen Angaben "Zwang" gegen die Fans anwenden, sie setzte unter anderem berittene Beamte ein. Es hätten insgesamt 85 Menschen medizinisch versorgt werden müssen, acht davon mussten wegen der Schwere ihrer Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Textgröße ändern: