Deutsche Tageszeitung - Quarantäne-Regeln für Reise-Rückkehrer aus Portugal und Großbritannien werden gelockert

Quarantäne-Regeln für Reise-Rückkehrer aus Portugal und Großbritannien werden gelockert


Quarantäne-Regeln für Reise-Rückkehrer aus Portugal und Großbritannien werden gelockert
Quarantäne-Regeln für Reise-Rückkehrer aus Portugal und Großbritannien werden gelockert / Foto: ©

Aus Portugal oder Großbritannien zurückkommende Urlauber müssen ab Mittwoch nicht mehr zwangsläufig in Quarantäne: Die Bundesregierung hob die Einstufung dieser beiden und weiterer Länder als Virusvariantengebiete auf, sie gelten nun ab Mittwoch nur noch als Hochinzidenzgebiete. Betroffen sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) neben Portugal und Großbritannien auch Russland, Indien und Nepal. Für Reiserückkehrer aus diesen Gebieten gilt dann keine strenge Quarantäne-Pflicht mehr.

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Portugal, Großbritannien und Russland galten erst seit vergangenem Mittwoch wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante als Virusvariantengebiete. Mit dieser Einstufung verbunden sind äußerst strenge Beschränkungen für Heimkehrer. Diese müssen auf jeden Fall für 14 Tage in Quarantäne, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Sie können sich auch nicht "freitesten".

Besonders mit Blick auf das EU-Land Portugal hatte die EU-Kommission in Brüssel an diesen strengen deutschen Regeln Kritik geäußert. Bereits am vergangenen Donnerstag deutete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, dass die Einstufung als Virusvariantengebiet wieder rückgängig gemacht werden könnte. Er begründete dies mit der erwiesenen Wirksamkeit einer doppelten Corona-Impfung gegen die Delta-Variante. Nun soll die Einstufung am Mittwoch fallen und die lockereren Regeln für Hochinzidenzgebiete gelten.

In der Zwischenzeit hat sich die Delta-Variante in Deutschland ohnehin ausgebreitet. Der Anteil der Ansteckungen mit der zuerst in Indien festgestellten Variante an allen Corona-Neuinfektionen verdoppelte sich laut RKI nach den vorerst aktuellsten Zahlen aus der dritten Juniwoche erneut auf nun 37 Prozent. Die Experten des Institutes gehen davon aus, dass inzwischen sogar die Mehrheit der Neuansteckungen auf diese Mutante zurückgeht.

Trotz der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Deutschland auf einem niedrigen Stand. Nach RKI-Angaben vom Dienstag lag die Inzidenz bei 4,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

(N.Loginovsky--DTZ)

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