Deutsche Tageszeitung - Wieder Schäden durch Gewitter mit Starkregen

Wieder Schäden durch Gewitter mit Starkregen


Wieder Schäden durch Gewitter mit Starkregen
Wieder Schäden durch Gewitter mit Starkregen / Foto: ©

Neuerliche Gewitter mit Starkregen und Sturm haben in verschiedenen Regionen Deutschlands zu Schäden geführt. In Rastatt in Baden-Württemberg wurden nach Polizeiangaben vom Dienstag vier Menschen von einem umstürzenden Baum verletzt, ein Betroffener erlitt dabei schwerere Verletzungen. Überflutete Keller und Straßen sowie umfallende Bäume hielten Retter am Montag und in der Nacht auf Dienstag auch an zahlreichen anderen Orten in Atem.
 
Schuld waren nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts gefährliche Gewitterzellen, die sich insbesondere über Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg sowie am Erzgebirge in Sachsen bildeten. Aber auch andere Bundesländer waren betroffen. Im Vorfeld hatte es Warnungen vor möglichen extremen örtlichen Regenfällen mit "Unwetterpotenzial" gegeben, vor allem im Norden.
 
Zu dramatischen Zuspitzungen kam es nach Angaben von Polizei und Rettungskräften dabei letztlich nicht, jedoch gab es vielerorts Probleme. So musste die Feuerwehr im schleswig-holsteinischen Kiel nach eigenen Angaben in der Nacht zu 40 Einsätzen ausrücken, etwa wegen überschwemmter Keller. Im sächsischen Aue-Bad Schlema wurden laut örtlicher Feuerwehr gleich ganze Straßen überflutet.
 
Aus dem baden-württembergischen Rastatt meldete die Polizei neben umgestürzten Bäumen auch weitere unwetterbedingte Einsätze. Wie eine Sprecherin am Dienstag in Offenburg mitteilte, beschädigten herabfallende Äste etwa Autos. Außerdem kam es zu Stromausfällen. Im baden-württembergischen Ludwigsburg wurden am Montagabend laut Polizei unter anderem Straßen überschwemmt und Gehwege unterspült.
 
In Mecklenburg-Vorpommern wurden nach Angaben der Polizei bei einem Unfall in Folge plötzlichen Starkregens auf der Autobahn 19 nahe Rostock sieben Menschen leicht verletzt. Ein Wagen war dort ins Schleudern gekommen und von einem nachfolgenden Kleinbus erfasst worden. Zu Unwettereinsätzen kam es laut Feuerwehr unter anderem auch in nördlichen Nordrhein-Westfalen. So wurden in Lügde und Altenbeken Straßen von Schlamm und Geröll überspült sowie Keller überflutet.
 
Seit mehreren Wochen wird Deutschland immer wieder von schweren unwetterartigen Regenfällen getroffen. Vor rund zwei Wochen lösten extreme Niederschläge in Westdeutschland eine verheerende Flutkatastrophe aus, bei der mehr als 170 Menschen starben und ganze Gemeinden entlang von Flüssen großflächig zerstört wurden.  (W.Uljanov--DTZ)

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