Deutsche Tageszeitung - Uma Thurman ließ als Teenager in Köln Abtreibung vornehmen

Uma Thurman ließ als Teenager in Köln Abtreibung vornehmen


Uma Thurman ließ als Teenager in Köln Abtreibung vornehmen
Uma Thurman ließ als Teenager in Köln Abtreibung vornehmen / Foto: ©

Hollywood-Star Uma Thurman hat im Streit um das strenge neue Abtreibungsgesetz im US-Bundesstaat Texas öffentlich gemacht, dass sie als Teenager selbst abgetrieben hat. Die aus "Pulp Fiction" und "Kill Bill" bekannte Darstellerin schrieb am Mittwoch in einem Gastbeitrag für die "Washington Post", sie sei als Jugendliche in Europa "ungeplant von einem viel älteren Mann schwanger geworden" und habe in Köln eine Abtreibung vornehmen lassen.

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Sie habe damals mit ihren Eltern gesprochen "und wir haben als Familie entschieden, dass ich diese Schwangerschaft nicht austragen konnte, und wir waren uns einig, dass ein Abbruch das Richtige war", schrieb die 51-Jährige, die später noch drei Kinder bekam. "Mein Herz war trotzdem gebrochen."

Der Eingriff habe ihr auch körperlich weh getan, berichtete die Schauspielerin. "Es hat schrecklich weh getan, aber ich habe mich nicht beschwert. Ich hatte so viel Scham verinnerlicht, dass ich das Gefühl hatte, den Schmerz zu verdienen."

Die Abtreibung sei ihr bisher "dunkelstes Geheimnis" und die schwierigste Entscheidung ihres Lebens gewesen, schrieb Thurman. "Eine Entscheidung, die mir damals Schmerzen bereitet hat und die mich sogar jetzt noch traurig macht." Aber sie sei zugleich der Weg in ihr späteres Leben "voller Glück und Liebe" gewesen. Der Abbruch ihrer ersten Schwangerschaft habe ihr ermöglicht, "erwachsen zu werden und die Mutter zu sein, die ich sein wollte und sollte".

Thurman kritisierte das neue Abtreibungsgesetz in Texas scharf und warnte vor "einer Menschenrechtskrise für amerikanische Frauen". Das Gesetz werde schwerwiegende Folgen vor allem für wirtschaftlich benachteiligte Menschen haben. "Frauen und Kinder aus wohlhabenden Familien haben weiter alle Chancen der Welt und sind einem geringen Risiko ausgesetzt", schrieb Thurman.

Zu Monatsbeginn war in Texas das strengste Abtreibungsgesetz der USA in Kraft getreten. Es verbietet Abtreibungen ab dem Zeitpunkt, zu dem der Herzschlag des Fötus festgestellt werden kann. Das ist etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche der Fall, wenn viele Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind. Selbst im Fall einer Vergewaltigung oder bei Inzest sieht das Gesetz keine Ausnahmen vor.

(Y.Leyard--DTZ)

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