Deutsche Tageszeitung - Acht Jahre Gefängnis wegen Diebstahls von Bildern von Van Gogh und Frans Hals

Acht Jahre Gefängnis wegen Diebstahls von Bildern von Van Gogh und Frans Hals


Acht Jahre Gefängnis wegen Diebstahls von Bildern von Van Gogh und Frans Hals
Acht Jahre Gefängnis wegen Diebstahls von Bildern von Van Gogh und Frans Hals / Foto: ©

Wegen des Diebstahls von Bildern von Vincent van Gogh und Frans Hals ist ein Mann in den Niederlanden zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der 59-Jährige habe mit seinen Taten nicht nur den betroffenen Museen enormen Schaden zugefügt, "sondern auch der Gesellschaft und dem internationalen Publikum", urteilte am Freitag das zuständige Gericht in Lelystad. "Niemand kann nun mehr die Bilder ansehen und sich an ihnen freuen."

Textgröße ändern:

Der Mann wurde für schuldig befunden, hinter dem Diebstahl von Van Goghs Ölgemälde "Der Pfarrgarten von Nuenen im Frühjahr" sowie von "Zwei lachende Jungen" des niederländischen Barock-Malers Frans Hals zu stehen. Die Bilder wurden bislang nicht gefunden. Der nun verurteilte Mann bestreitet, sie gestohlen zu haben. An den Tatorten wurde aber seine DNA gefunden.

Van Goghs Gemälde war im März vergangenen Jahres aus dem Singer-Laren-Museum in Laren im Zentrum der Niederlande gestohlen worden, als das Museum wegen der Corona-Pandemie geschlossen war. Der Wert des Bildes, das van Gogh 1884 während eines Aufenthalts im Haus seines Vaters gemalt hatte, wird niederländischen Medienberichten zufolge auf bis zu sechs Millionen Euro (6,6 Millionen Dollar) geschätzt. Gemälde des niederländischen Künstlers erzielen regelmäßig Millionenpreise und sind entsprechend bei Kunstdieben beliebt.

Das Werk stammt aus einer relativ frühen Phase von Van Goghs Karriere, bevor der Künstler mit seinen charakteristischen post-impressionistischen Gemälden wie den "Sonnenblumen" und seinen lebhaften Selbstportraits begann.

Hals’ Bild aus dem 17. Jahrhundert war im August vergangenen Jahres aus dem Museum Hofje van Mevrouw van Aerden in Leerdam entwendet worden. Das Gemälde war bereits 1988 und 2011 aus dem selben Museum gestohlen worden. Es zeigt zwei Jungen mit einem Krug Bier. Nach dem ersten Diebstahl 1988 dauerte es sechs Monate, bis das Bild wiedergefunden wurde. Beim zweiten Diebstahl 2011 tauchte es erst drei Jahre später wieder auf.

Hals war ein Zeitgenosse der Meister Rembrandt und Vermeer und bedeutender Künstler während des Goldenen Zeitalters der Niederlande, am bekanntesten sind seine Werke "Der lachende Kavalier" und "Die Zigeunerin".

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Starkes Erdbeben in Panama: Mindestens 27 Verletzte und schwere Schäden

Bei dem schweren Erdbeben der Stärke 7,7 in Panama sind nach Angaben der Behörden mindestens 27 Menschen verletzt worden. Bislang gebe es keine Informationen über Todesopfer, sagte der Leiter des Katastrophenschutzzentrums, René García, der Nachrichtenagentur AFP. Das Beben brachte vor allem im Zentrum des Landes Gebäude zum Einsturz und beschädigte Straßen.

"Lebensbedrohlicher" Sturm: Hurrikan "Isaias" in Florida auf Land getroffen

Der Hurrikan "Isaias" ist im Nordwesten des US-Bundesstaates Florida auf Land getroffen und hat heftige Regenfälle und Stromausfälle mit sich gebracht. Der Wirbelsturm sei am Freitag (Ortszeit) nahe der Küstenstadt Destin auf Land getroffen, erklärte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC). Es handele sich um einen "lebensbedrohlichen Sturm", der auch weiter im Landesinnern Sturzfluten verursachen könne. Für mehrere Küstenorte galten Evaukierungsanordnungen.

Drei Männer wegen Mordes an drei Surf-Touristen in Mexiko schuldig gesprochen

Zweieinhalb Jahre nach der Ermordung von drei Surf-Touristen aus den USA und Australien sind in Mexiko drei Männer schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in Ensenada erklärte am Freitag (Ortszeit), die Angeklagten hätten die Gewalttat arglistig und mit Vorsatz begangen. Das Strafmaß gegen sie soll kommenden Freitag verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft hatte 210 Jahre Haft gefordert, auch wenn die Höchststrafe in dem betreffenden Bundesstaat Baja California bei 60 Jahren liegt.

Schweres Erdbeben in Panama: Staatschef spricht von "großer Katastrophe"

Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat in Panama schwere Schäden verursacht. Staatschef José Raúl Mulino sprach am Freitag (Ortszeit) von einer "großen Katastrophe", durch die ganze Straßenzüge eingestürzt seien. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet. Das Beben hatte sich in geringer Tiefe in der zentralen Provinz Herrera ereignet und auch die Menschen in der rund 200 Kilometer entfernten Hauptstadt Panama-Stadt in Panik versetzt.

Textgröße ändern: