Deutsche Tageszeitung - US-Stromversorger ein Jahr nach "Zogg Fire" des Totschlags beschuldigt

US-Stromversorger ein Jahr nach "Zogg Fire" des Totschlags beschuldigt


US-Stromversorger ein Jahr nach "Zogg Fire" des Totschlags beschuldigt
US-Stromversorger ein Jahr nach "Zogg Fire" des Totschlags beschuldigt / Foto: ©

Rund ein Jahr nach einem verheerenden Waldbrand im US-Bundesstaat Kalifornien ist der Energieversorger Pacific Gas and Electric (PG&E) des Totschlags beschuldigt worden. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag (Ortszeit) mitteilte, hätte PG&E einen Baum im betroffenen Bezirk Shasta rechtzeitig entfernen müssen, da er zu nahe an einer Stromleitung stand. Das "Zogg Fire" war durch einen auf eine Stromleitung gekippten Baum ausgelöst worden.

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Bei dem Brand kamen vier Menschen ums Leben und mehr als 22.000 Hektar Wald wurden zerstört. "Wir haben genügend Beweise, um zweifelsfrei nachzuweisen, dass die Pacific Gas and Electric Company für die fahrlässige Auslösung des ’Zogg Fire’ und die dadurch verursachten Todesfälle und Zerstörungen strafrechtlich verantwortlich ist", sagte die Bezirksstaatsanwältin Stephanie Bridgett. Der Energieriese habe rücksichtslos gehandelt.

PG&E ist einer der größten Stromversorger Kaliforniens und für die Instandhaltung großer Teile der Strominfrastruktur des Bundesstaats verantwortlich. Dazu zählt auch, dass Bäume von Stromleitungen ferngehalten werden müssen, insbesondere während der heißen und trockenen Sommermonate. Das Unternehmen bestritt am Freitag, dass es für den Brand strafrechtlich verantwortlich sei.

Mangelnder Abstand von Hochspannungsleitungen zur Vegetation wird für eine ganze Reihe von schweren Waldbränden in Kalifornien in den vergangenen Jahren verantwortlich gemacht. PG&E war bereits für das sogenannte "Camp Fire" in Kalifornien im Jahr 2018 verantwortlich gemacht worden. Damals lösten defekte Stromleitungen und mangelhafte Schutzvorkehrungen den Brand aus, bei dem 86 Menschen ums Leben kamen.

(Y.Leyard--DTZ)

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