Deutsche Tageszeitung - Auswahl der Geschworenen in Prozess gegen Epstein-Vertraute Maxwell begonnen

Auswahl der Geschworenen in Prozess gegen Epstein-Vertraute Maxwell begonnen


Auswahl der Geschworenen in Prozess gegen Epstein-Vertraute Maxwell begonnen
Auswahl der Geschworenen in Prozess gegen Epstein-Vertraute Maxwell begonnen / Foto: ©

Im Verfahren gegen die langjährige Vertraute des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, hat am Dienstag in New York die Auswahl der Geschworenen begonnen. Der 59-Jährigen wird vorgeworfen, zwischen 1994 und 2004 Minderjährige für Epstein rekrutiert zu haben, die dann von dem Finanzinvestor sexuell missbraucht wurden. Zwei der Mädchen waren damals nach eigenen Angaben 14 und 15 Jahre alt.

Textgröße ändern:

Die Tochter des verstorbenen britischen Medienmoguls Robert Maxwell soll sich mit den Mädchen angefreundet haben und sie dann überredet haben, Epstein zunächst nackt Massagen zu geben. Sie soll sich an dem Missbrauch in ihrem Haus in London oder in Anwesen Epsteins in Manhattan, Palm Beach und im Bundesstaat New Mexico auch teilweise selbst beteiligt haben.

Bei einer Verurteilung drohen der seit ihrer Festnahme im Juli 2020 in Untersuchungshaft sitzenden Maxwell bis zu 80 Jahre Gefängnis. Sie hat in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert. Die Eröffnungsplädoyers in dem Prozess vor einem Bundesgericht in New York werden für den 29. November erwartet.

Der Multimillionär Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der bestens vernetzte und bereits wegen Sexualverbrechen verurteilte Investmentbanker war nach seiner neuerlichen Festnahme 2019 tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden worden. Nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.

In den Missbrauchsskandal ist auch der britische Prinz Andrew verstrickt, ein langjähriger Freund von Maxwell. Die Klägerin Virginia Giuffre wirft dem Herzog von York vor, sie vor mehr als 20 Jahren als Minderjährige unter anderem in Maxwells Haus missbraucht zu haben. Sie sei im Alter von 17 Jahren von Epstein an Prinz Andrew "ausgeliehen" worden.

Der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. weißt die Vorwürfe zurück. Ein Zivilprozess in New York soll im Herbst oder Winter 2022 beginnen.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

17-Jährige in NRW nach Sturz mit Fahrrad von Auto überrollt und gestorben

Eine 17-Jährige ist in Nordrhein-Westfalen nach einem Sturz mit ihrem Fahrrad von einem Auto überrollt worden und gestorben. Sie erlag ihren schweren Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei Recklinghausen am Dienstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Montagabend in Herten.

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Textgröße ändern: