Deutsche Tageszeitung - Behörden auf La Palma ordnen wegen ins Meer strömender Lava Ausgangssperre an

Behörden auf La Palma ordnen wegen ins Meer strömender Lava Ausgangssperre an


Behörden auf La Palma ordnen wegen ins Meer strömender Lava Ausgangssperre an
Behörden auf La Palma ordnen wegen ins Meer strömender Lava Ausgangssperre an / Foto: ©

Auf der spanischen Kanareninsel La Palma haben die Behörden wegen des seit Wochen anhaltenden Ausbruchs des Vulkans Cumbre Vieja eine Ausgangssperre für rund 3000 Menschen angeordnet. Grund sei die mögliche Freisetzung gesundheitsschädlicher Gase beim Kontakt von ausströmender Lava mit Meerwasser, teilten die Rettungsdienste der Insel am Montag im Onlinedienst Twitter mit.

Textgröße ändern:

Betroffen von der Ausgangssperre waren Bewohner von Städten und Küstendörfern in der Nähe der Stelle, an der die Lava aus dem Cumbre Vieja zuletzt auf das Meer traf. Auf von der spanischen militärischen Notfalleinheit (UME) veröffentlichten Bildern war eine riesige weiße Gaswolke zu sehen, die beim Einströmen der Lava in den Atlantik entstand.

Bewohnern der Hauptstadt Santa Cruz empfahlen die Behörden erstmals, FFP2-Masken zum Schutz vor giftigen Gasen wie Dioxiden und Schwefel zu tragen.

Der Vulkan war am 19. September zum ersten Mal seit 50 Jahren ausgebrochen. Riesige Lavamengen flossen seitdem in Richtung Meer und zerstörten über 1000 Hektar Land und rund 2600 Gebäude.

Der anhaltende Vulkanausbruch führte am Montag erneut zu einer Unterbrechung des Flugverkehrs auf der Kanareninsel. Die Fluggesellschaft Binter strich sämtliche Flüge von und nach La Palma. Bereits am Sonntag hatten Touristen auf der Insel wegen Störungen im Flugverkehr auf Fähren auf die Nachbarinsel Teneriffa umsatteln müssen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray.

Proteste gegen Sparpläne und Missstände an Schulen erschüttern Frankreich

Wenige Tage vor der geplanten Vorstellung des Haushaltsplans mit milliardenschweren Einsparungen haben in Frankreich tausende Menschen für höhere Löhne im öffentlichen Dienst demonstriert. Der Gewerkschaftsbund gab die Zahl der landesweit Protestierenden am Dienstag mit mehr als 300.000 an; die Regierung ging von rund 200.000 Teilnehmern aus. Unabhängig davon erschütterten teils gewaltsame Schülerproteste das Land, bei denen Schulen blockiert und Polizisten attackiert wurden.

AfD muss Bundesgeschäftsstelle räumen - noch keine neuen Räume

Die AfD muss ihre Bundesgeschäftsstelle in Berlin räumen - hat aber noch kein neues Büro. Ein Großteil der aktuellen Räume muss nach einem Urteil des Berliner Landgerichts vom vergangenen Jahr bis Mittwoch geräumt werden, wie ein Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Eine neue Immobilie sei aber noch nicht gefunden. Mitarbeitende müssten deshalb von zuhause aus arbeiten.

Proteste an französischen Schulen weiten sich aus - Lehrer streiken

In Frankreich haben sich teils gewaltsame Schülerproteste gegen schlecht ausgestattete Gebäude und zu lange Schultage ausgeweitet. Bei Unruhen an etwa 340 Schulen im ganzen Land wurden zehn Menschen verletzt, wie das Bildungsministerium am Dienstag mitteilte. Etwa 40 Schulen wurden blockiert, die Polizei nahm 40 Menschen in Gewahrsam. Die Bewegung war vor einigen Tagen im Großraum Paris entstanden und hatte sich auf andere Landesteile ausgebreitet.

Textgröße ändern: