Deutsche Tageszeitung - Eine Festnahme bei Razzia wegen Betrugs mit Corona-Hilfen im Baugewerbe in Sachsen

Eine Festnahme bei Razzia wegen Betrugs mit Corona-Hilfen im Baugewerbe in Sachsen


Eine Festnahme bei Razzia wegen Betrugs mit Corona-Hilfen im Baugewerbe in Sachsen
Eine Festnahme bei Razzia wegen Betrugs mit Corona-Hilfen im Baugewerbe in Sachsen / Foto: ©

Bei einer Razzia wegen des Vorwurfs des Betrugs mit Coronahilfen und der Scheinselbstständigkeit im Baugewerbe haben Ermittler in Sachsen einen Verdächtigen festgenommen. Das Verfahren richte sich insgesamt gegen sechs Beschuldigte, teilte die Polizei in Dresden am Mittwoch mit. Konkret werfen die Beamten der Gruppe bandenmäßigen Subventionsbetrug in bis zu 20 Fällen vor.

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Der 56-jährige Hauptbeschuldigte soll Geschäftsführer von zwei Gesellschaften sein, die Bauleistungen vermitteln. Er soll den Behörden gegenüber seit April 2020 rumänische Arbeitnehmer bewusst falsch als Selbstständige angegeben haben.

Unter Drohungen habe der 56-Jährige ihnen ihre EC-Karten samt PIN abgenommen. Im Namen der Arbeitnehmer habe er dann bei der Sächsischen Aufbaubank und der Stadt Dresden Coronahilfen in Höhe von rund 778.000 Euro beantragt. Davon seien insgesamt knapp 620.000 Euro auf die Konten der rumänischen Arbeitnehmer ausgezahlt worden. Diese sollen davon nichts gewusst haben.

Das Geld habe der 56-Jährige für sich genutzt. Die weiteren fünf Beschuldigten sollen bei den Taten zumindest teilweise mitgewirkt haben. Bei einer Razzia am Dienstag wurden zehn Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten unter anderem 50.000 Euro Bargeld, drei Autos sowie Speichermedien. 70 Beamte waren im Einsatz.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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