Deutsche Tageszeitung - Frankreichs Regierung mahnt zum Maskentragen und Abstandhalten

Frankreichs Regierung mahnt zum Maskentragen und Abstandhalten


Frankreichs Regierung mahnt zum Maskentragen und Abstandhalten
Frankreichs Regierung mahnt zum Maskentragen und Abstandhalten / Foto: ©

Angesichts steigender Corona-Zahlen mahnt die französische Regierung zum Maskentragen und Abstandhalten. "Wir wollen verhindern, was wir schon einmal durchlebt haben, (...) und was sich gerade bei unseren Nachbarn abspielt", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Kabinettsitzung. Masken sollten künftig auch wieder verstärkt in Innenräumen getragen werden, forderte Attal.

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Frankreich stehe aufgrund seiner guten Impfquote im Moment besser da als andere Länder, aber auf diesem Erfolg dürfe sich das Land jetzt nicht ausruhen. "Wir wollen die Feiern zum Jahresende retten", sagte der Regierungssprecher. Die Regierung wolle mit den Abgeordneten daher neue Regeln zur Ausweitung der Booster-Impfung und zum Einsatz des Gesundheitspasses besprechen. Gesundheitsminister Olivier Véran werde die neuen Regelungen am Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellen. Neue Ausgangsbeschränkungen seien nicht geplant.

"Die Infektionslage verschlechtert sich deutlich", sagte Attal. Die Reproduktionsrate liege derzeit bei 1,6 und werde voraussichtlich noch weiter ansteigen.

Es wird damit gerechnet, dass die Auffrischungsimpfung mindestens allen Über-40-Jährigen zugänglich gemacht wird. Derzeit ist sie für Menschen über 65 und Vorerkrankte vorgesehen, ab dem 1. Dezember für Menschen über 50. Für Menschen über 65 ist die Booster-Impfung ab Mitte Dezember verpflichtend, um im Gesundheitspass den Status "geimpft" zu erhalten.

Voraussichtlich wird dies auch auf die künftigen Altersgruppen ausgeweitet. Der Gesundheitspass entspricht in etwa der deutschen 3G-Regel. Er wird an zahlreichen Orten des öffentlichen Lebens kontrolliert. Kritiker sehen darin eine versteckte Impfpflicht, zumal Corona-Tests für Nicht-Geimpfte ohne Symptome kostenpflichtig sind.

Am Dienstag waren in Frankreich mehr als 30.400 Infektionen verzeichnet worden, ein Höchstwert in der aktuellen Welle, die in Frankreich bereits die fünfte ist. Die Zahl der wegen Corona-Fällen geschlossenen Schulkassen ist innerhalb einer Woche von 4000 auf 6000 gestiegen. Premierminister Jean Castex hat sich ebenfalls infiziert und befindet sich mit schwachen Symptomen in Quarantäne. Er hat per Videokonferenz an der Kabinettssitzung teilgenommen.

In Frankreich sind 75 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 geimpft. Bei den über Zwölfjährigen sind es knapp 88 Prozent.

(N.Loginovsky--DTZ)

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