Deutsche Tageszeitung - Russischer Impfstoff Sputnik V laut Entwicklern länger wirksam als andere Vakzine

Russischer Impfstoff Sputnik V laut Entwicklern länger wirksam als andere Vakzine


Russischer Impfstoff Sputnik V laut Entwicklern länger wirksam als andere Vakzine
Russischer Impfstoff Sputnik V laut Entwicklern länger wirksam als andere Vakzine / Foto: ©

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V ist nach Angaben seiner Entwickler länger wirksam als andere Vakzine, darunter die mRNA-Wirkstoffe. Sputnik V sei sechs bis acht Monate nach Verabreichung der zweiten Dosis zu 80 Prozent gegen das Coronavirus wirksam, erklärten die Forscher am Mittwoch. Das habe eine Studie mit 18.600 Menschen in San Marino ergeben, wo mehr als 70 Prozent der Bevölkerung mit Sputnik V geimpft wurden.

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"Die Wirksamkeit von Sputnik sechs bis acht Monate nach der Impfung ist viel höher als die offiziell veröffentlichte Wirksamkeit von mRNA-Impfstoffen", sagte Kirill Dmitriew, der Direktor des russischen Staatsfonds, der die Entwicklung des Moskauer Serums finanziert hat. Demnach vermuten die Wissenschaftler, dass Vektor-Impfstoffe wie Sputnik V und Astrazeneca aufgrund einer längeren Antikörper- und T-Zellen-Reaktion eine länger anhaltende Wirksamkeit als mRNA-Impfstoffe bieten.

Die langfristige Wirksamkeit der Impfstoffe sei "der Schlüssel zur Lösung der Pandemie" und eine geringere Wirksamkeit der in Europa verwendeten Impfstoffe könnte den Anstieg der Fälle auf dem alten Kontinent erklären, hieß es vom Staatsfonds weiter.

Dmitriew warb im Zuge dessen für eine Booster-Impfung mit Sputnik. "Impfstoffkombinationen funktionieren, sie sollten weiter erforscht werden", sagte er und verwies auf Versuche in Argentinien, bei denen die Impfstoffe von Sinopharm und Astrazeneca mit Sputnik kombiniert wurden.

Der Corona-Impfstoff Sputnik V ist in Russland seit Dezember 2020 verfügbar. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde das Vakzin allerdings noch nicht zugelassen, wird dennoch bereits in 71 Ländern verimpft. Im Dezember werde es aber eine Inspektion durch die WHO in Moskau geben, kündigte Dmitriew an.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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