Deutsche Tageszeitung - 30 Breitmaulnashörner von Südafrika nach Ruanda ausgeflogen

30 Breitmaulnashörner von Südafrika nach Ruanda ausgeflogen


30 Breitmaulnashörner von Südafrika nach Ruanda ausgeflogen
30 Breitmaulnashörner von Südafrika nach Ruanda ausgeflogen / Foto: ©

In einem beispiellosen Versuch zur Rettung der Breitmaulnashörner vor dem Aussterben haben Tierschützer 30 Exemplare dieser Art von Südafrika in den Akagera-Nationalpark in Ruanda ausgeflogen. Die Nashörner, die bis zu zwei Tonnen wiegen können, wurden mit einer Boeing 747 vom Phinda-Reservat in den mehr als 3400 Kilometer entfernten Nationalpark gebracht. Breitmaulnashörner sind wegen der Verfolgung durch Wilderer vom Aussterben bedroht.

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Vor der Kolonialzeit gab es in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara zahlreiche Breitmaulnashörner. Die europäischen Siedler dezimierten die Art jedoch beträchtlich. Die Verfolgung durch Wilddiebe bleibt für den Erhalt der Breitmaulnashörner weiter ein Problem.

Die 30 Breitmaulnashörner wurden für den Transport nach Südafrika "ruhiggestellt", wie der Leiter der Organisation African Parks, Peter Fearnhead, erläuterte. Nach ihrer Ankunft wurden sie am Montag in zwei Gehege mit Gras gebracht, die jeweils so groß wie ein Fußballstadion sind. Später werden sie Gelegenheit haben, sich in einem größeren Radius zu bewegen.

Der Park-Manager Jes Gruner sprach von einer "sicheren Umgebung" für die Nashörner. In Südafrika würden täglich drei Tiere dieser Art von Wilderern getötet. Der Transport von Tieren, die an das Leben in der Wildnis gewöhnt ist, kann schiefgehen. 2018 starben vier von sechs Spitzmaulnashörnern, die in den Tschad gebracht worden waren.

Das südliche Breitmaulnashorn gilt mit rund 20.000 Exemplaren als gefährdete Art. Vom nördlichen Breitmaulnashorn sind nur noch zwei lebende Weibchen bekannt. Wissenschaftler bemühen sich darum, von dem jüngeren Weibchen Eizellen zu gewinnen, um sie mit dem Sperma von bereits gestorbenen männlichen Nashörnern zu befruchten.

(A.Stefanowych--DTZ)

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