Deutsche Tageszeitung - Großvater des kleinen Seilbahn-Überlebenden verliert endgültig Sorgerechtsstreit

Großvater des kleinen Seilbahn-Überlebenden verliert endgültig Sorgerechtsstreit


Großvater des kleinen Seilbahn-Überlebenden verliert endgültig Sorgerechtsstreit
Großvater des kleinen Seilbahn-Überlebenden verliert endgültig Sorgerechtsstreit / Foto: ©

Der Großvater des einzigen Überlebenden des Seilbahnunglücks am Lago Maggiore hat den Sorgerechtsstreit um den kleinen Eitan endgültig verloren. Israels Oberster Gerichtshof bestätigte am Montag, dass der Sechsjährige zu seiner in Italien lebenden Tante zurückkehren soll. Der Antrag des Großvaters, gegen die angeordnete Rückkehr Einspruch zu erheben, werde zurückgewiesen, erklärte ein Richter des Obersten Gerichts.

Textgröße ändern:

Eitan hatte das Seilbahnunglück im vergangenen Mai als Einziger schwer verletzt überlebt. 14 Insassen der Seilbahnkabine starben, darunter seine Eltern und sein jüngerer Bruder. In der Folge entbrannte ein Sorgerechtsstreit zwischen der in Italien lebenden Tante und dem in Israel lebenden Großvater des Jungen.

Die israelische Justiz hatte den in Italien aufgewachsenen Eitan in die Obhut seiner Tante väterlicherseits übergeben. Eitans Großvater brachte den Jungen im September jedoch ohne ihre Zustimmung in einem Privatjet nach Israel. Daraufhin ordnete ein israelisches Gericht Ende Oktober Eitans Rückkehr nach Italien an. Die Berufung des Großvaters gegen die Entscheidung wurde abgelehnt. Nun ist sein letzter Versuch gescheitert, Eitan in Israel zu behalten.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe

Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind am Mittwoch mehr als hundert Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in ganz Deutschland durchsucht worden. Dabei wurden zehn Haftbefehle vollstreckt, wie das Hauptzollamt Berlin mitteilte. Außerdem wurde ein Großteil der zuvor angeordneten Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von 106 Millionen Euro vollstreckt.

Textgröße ändern: