Deutsche Tageszeitung - Zwölf Festnahmen bei Drogenrazzia in mehreren Bundesländern

Zwölf Festnahmen bei Drogenrazzia in mehreren Bundesländern


Zwölf Festnahmen bei Drogenrazzia in mehreren Bundesländern
Zwölf Festnahmen bei Drogenrazzia in mehreren Bundesländern / Foto: ©

Bei einer Großrazzia gegen den Drogenhandel haben Ermittler in mehreren Bundesländern zwölf Menschen festgenommen. Elf davon kamen in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft im rheinland-pfälzischen Frankenthal am Donnerstag mitteilte. Die Beamten werfen der Gruppe unter anderem gewerbs- und bandenmäßigen Drogenhandel vor. Sie sollen mit tausenden Kilogramm Cannabis und dutzenden Kilogramm Kokain gehandelt haben.

Textgröße ändern:

Die Beschuldigten im Alter zwischen 32 und 63 Jahren sollen vor allem in der Vorderpfalz mit den Drogen gehandelt haben. Zudem sollen sie Geld aus den Geschäften gewaschen haben. In einem weiteren Verfahren wird gegen acht der Beschuldigten sowie 16 weitere Verdächtige wegen Drogenhandels ermittelt. Sie sollen mit Amphetamin, Cannabis und Kokain gehandelt sowie Grundstoffe zur Drogenherstellung im dreistelligen Kilogrammbereich eingeführt haben.

Bei der Razzia am Dienstag wurden 49 Objekte in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen durchsucht. Mehr als 700 Beamte waren im Einsatz. Sie beschlagnahmten unter anderem mehr als 26 Kilogramm verschiedener Drogen, eine Indoorplantage, mehrere Waffen sowie hochwertige Fahrzeuge und Luxusuhren. Letztere sowie mehrere Immobilien könnten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mit den Geldern aus dem Drogenhandel finanziert worden sein.

Die Ermittlungen kamen durch die Entschlüsselung der von Kriminellen genutzten Encrochat-Software ins Rollen. Seit mehreren Monaten wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen die Gruppe ermittelt.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Dieselgate: Renault muss sich in Frankreich wegen Betrugs vor Gericht verantworten

Im Zusammenhang mit dem Dieselskandal muss sich der französische Autohersteller Renault in Frankreich wegen mutmaßlichen Betrugs vor Gericht verantworten. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Vorrichtungen in seinen Dieselfahrzeugen eingebaut zu haben, die zur Umgehung von Abgasvorschriften dienten, wie die Staatsanwaltschaft am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Die erste Anhörung in dem Fall ist für April 2027 angesetzt. Renault weist die Vorwürfe zurück.

Datenschutzbeauftragte: Durch Geheimdienstreform drohen Grundrechtseinschränkungen

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Louisa Specht-Riemenschneider, sieht durch die von der Regierung geplante Geheimdienstreform massive Risiken für Bürgerrechte. "Aus meiner Sicht gibt es inakzeptable Einschränkungen der Grundrechte", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Nachrichtendienste sollten "nicht handeln und eingreifen dürfen wie eine Polizei", gab sie zu bedenken.

Magyar-Partei wählt erstmals Verfassungsrichter - Amnesty: Verfahren "wie unter Orban"

Erstmals seit der Amtsübernahme von Peter Magyar als Ministerpräsident hat das ungarische Parlament einen neuen Verfassungsrichter gewählt. Der Universitätsprofessor Pal Sonnevend erhielt am Montag 138 Ja-Stimmen in dem 199 Abgeordnete umfassenden Parlament, sechs Parlamentarier stimmten gegen ihn. Die früheren Regierungsparteien Fidesz und KDNP boykottierten die Abstimmung. Sonnevend löst Csaba Hende ab, der als Vertrauter des früheren Regierungschefs Viktor Orban galt.

Trompete von US-Armee bei Trauerfeier auf hessischem Friedhof gestohlen

Unbekannte haben auf einem Friedhof im hessischen Hanau eine Trompete der US-Armee gestohlen. Das Instrument sollte am Freitagvormittag bei einer Bestattung eines ehemaligen US-Soldaten gespielt werden, wie die Polizei am Montag in Offenbach mitteilte.

Textgröße ändern: