Deutsche Tageszeitung - Portugal und Dänemark verschärfen wegen Omikron-Variante erneut Corona-Maßnahmen

Portugal und Dänemark verschärfen wegen Omikron-Variante erneut Corona-Maßnahmen


Portugal und Dänemark verschärfen wegen Omikron-Variante erneut Corona-Maßnahmen
Portugal und Dänemark verschärfen wegen Omikron-Variante erneut Corona-Maßnahmen / Foto: ©

Angesichts der Verbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus haben weitere Länder ihre Corona-Maßnahmen verschärft. Portugal, das Land mit der höchsten Impfquote in Europa, verhängte erneut eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und die 2G-Regel für Gaststätten und Sporthallen. Dänemark beschloss angesichts eines Höchststands der Neuinfektionen verpflichtende Corona-Tests für Reisende aus Dubai und Doha.

Textgröße ändern:

Hunderte Menschen in Lissabon strömten am Mittwoch in das größte Impfzentrum des Landes, um sich dort eine Booster-Impfung zu holen. In der Einrichtung können täglich bis zu 6000 Impfdosen verabreicht werden. Bis Weihnachten soll fast jeder fünfte Bürger eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Obwohl Portugal dank einer Impfquote von mehr als 85 Prozent die vierte Corona-Welle weniger stark erlebt, ist die Zahl der Neuansteckungen zuletzt wieder angestiegen. Am Mittwoch registrierten die Gesundheitsbehörden mehr als 4000 Infektionen binnen 24 Stunden - ein Höchststand seit dem Sommer.

Künftig müssen Reisende daher einen negativen Corona-Test oder einen Nachweis über ihre Genesung vorlegen, wenn sie nach Portugal einreisen. Eine Impf-Bescheinigung reicht nicht mehr aus.

Auch Dänemark verzeichnete am Mittwoch einen neuen Höchststand bei den Infektionen. Die Gesundheitsbehörden meldeten 5120 Neuansteckungen binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchststand war mit von 4508 Fällen am 18. Dezember 2020 verzeichnet worden.

In dem Land wurden bislang sechs Fälle mit der neuen Omikron-Variante festgestellt, davon fünf davon bei Reiserückkehrern aus Südafrika und einer bei einem Reisenden aus Katar. Bereits seit Montag ist das Tragen von Masken in Verkehrsmitteln, Geschäften und Gesundheitseinrichtungen in Dänemark wieder Pflicht.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe

Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind am Mittwoch mehr als hundert Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in ganz Deutschland durchsucht worden. Dabei wurden zehn Haftbefehle vollstreckt, wie das Hauptzollamt Berlin mitteilte. Außerdem wurde ein Großteil der zuvor angeordneten Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von 106 Millionen Euro vollstreckt.

Textgröße ändern: