Deutsche Tageszeitung - Eindringling auf Gelände des britischen Parlaments festgenommen

Eindringling auf Gelände des britischen Parlaments festgenommen


Eindringling auf Gelände des britischen Parlaments festgenommen
Eindringling auf Gelände des britischen Parlaments festgenommen / Foto: ©

Inmitten einer angespannten Sicherheitslage hat die britische Polizei einen Eindringling auf dem Gelände des Parlaments in London festgenommen. Der Mann sei am Mittwochnachmittag am Carriage-Tor innerhalb des Westminster-Palasts in Gewahrsam genommen worden, teilte die Londoner Polizei mit. Er werde "des Eindringens auf eine gesicherte Anlage" verdächtigt. Nähere Angaben machte die Polizei nicht. Der Vorfall wurde den Angaben zufolge aber nicht als "terroristisch" eingestuft.

Textgröße ändern:

Dem Vorfall waren in den vergangenen Wochen zwei als terroristisch eingestufte Vorfälle vorangegangen. Mitte November war ein Sprengsatz in einem vor einem Liverpooler Krankenhaus stehenden Taxi explodiert. Der mutmaßliche Attentäter starb dabei. Ein geistesgegenwärtiger Taxifahrer hatte den aus dem Irak stammenden Mann in seinem Fahrzeug eingeschlossen, bevor dessen selbstgebaute Bombe zündete.

Mitte Oktober war der britische Abgeordnete David Amess während einer Bürgersprechstunde in seinem Wahlkreis Leigh-on-Sea erstochen worden. Bei dem mutmaßlichen Täter handelte es sich um einen 25-jährigen Briten somalischer Herkunft. Der mutmaßliche Islamist wurde festgenommen.

Nach der Explosion in Liverpool wurde die Terror-Warnstufe in Großbritannien auf die vierte von fünf Kategorien angehoben. Die Anschlagsgefahr wird demnach als "schwerwiegend" eingestuft.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe

Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind am Mittwoch mehr als hundert Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in ganz Deutschland durchsucht worden. Dabei wurden zehn Haftbefehle vollstreckt, wie das Hauptzollamt Berlin mitteilte. Außerdem wurde ein Großteil der zuvor angeordneten Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von 106 Millionen Euro vollstreckt.

Textgröße ändern: