Deutsche Tageszeitung - UNO: Pandemie, Konflikte und Klimawandel befeuern Bedarf an humanitärer Hilfe

UNO: Pandemie, Konflikte und Klimawandel befeuern Bedarf an humanitärer Hilfe


UNO: Pandemie, Konflikte und Klimawandel befeuern Bedarf an humanitärer Hilfe
UNO: Pandemie, Konflikte und Klimawandel befeuern Bedarf an humanitärer Hilfe / Foto: ©

Corona-Pandemie, Klimawandel und Konflikte werden im kommenden Jahr den Bedarf an humanitärer Hilfe weltweit drastisch erhöhen. Die Zahl hilfsbedürftiger Menschen "war noch nie so hoch", sagte UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths am Donnerstag vor Journalisten in Genf. Nach Schätzungen des Amts der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) werden 2022 etwa 274 Millionen Menschen in aller Welt in irgendeiner Form von Unterstützung abhängen, dies seien 17 Prozent mehr als im Rekordjahr 2021.

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Einer von 29 Menschen werde 2022 Hilfe benötigen, das sei ein 250-prozentiger Anstieg seit dem Jahr 2015, als einer von 95 Menschen Hilfe gebraucht habe, heißt es im Ocha-Bericht "Global Humanitarian Overview".

Um die am stärksten von Hilfe abhängigen 183 Millionen Menschen in 63 Ländern zu unterstützen, seien im kommenden Jahr 41 Milliarden Dollar (36 Milliarden Euro) erforderlich. Das ist doppelt so viel wie vor vier Jahren. Für 2021 hatten die UN-Organisationen und weitere humanitäre Organisationen 35 Milliarden Dollar eingefordert.

Der Bericht zeichnet ein deprimierendes Bild zunehmender Hilfsbedürftigkeit durch Konflikte und zunehmende Instabilität in Ländern wie Afghanistan, Äthiopien und Myanmar. Naturkatastrophen und der Klimawandel verstärkten Vertreibung und Not, genauso wie die Corona-Pandemie. Durch die Pandemie, durch die nach offiziellen Angaben mehr als fünf Millionen weltweit starben, und Maßnahmen zu ihrer Eindämmung seien rund 20 Millionen weitere Menschen in extreme Armut gerutscht.

(Y.Leyard--DTZ)

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