Deutsche Tageszeitung - Mann in Italien hält Gesundheitspersonal bei Corona-Impfung Arm-Attrappe hin

Mann in Italien hält Gesundheitspersonal bei Corona-Impfung Arm-Attrappe hin


Mann in Italien hält Gesundheitspersonal bei Corona-Impfung Arm-Attrappe hin
Mann in Italien hält Gesundheitspersonal bei Corona-Impfung Arm-Attrappe hin / Foto: ©

Einen Original-Corona-Impfnachweis bekommen, aber dafür nicht den eigenen Arm hinhalten - das hat ein Mann in Italien versucht. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, hielt der um die 50 Jahre alte Mann in Biella im Nordwesten des Landes dem Gesundheitspersonal für die Impfspritze eine Arm-Attrappe hin. Der Silikon-Arm hatte zwar eine realistische Hautfarbe, das Gesundheitspersonal ließ sich jedoch nicht täuschen. Der Fall wurde der Polizei gemeldet.

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"Der Fall grenzt an Lächerlichkeit, wenn wir hier nicht von einer Tat von enormer Tragweite sprechen würden", urteilte der Regierungschef der Region Piemont, Alberto Cirio, im Online-Netzwerk Facebook. Der Betrugsversuch sei "inakzeptabel angesichts der Opfer, die unsere gesamte Gemeinschaft während der Pandemie in Form von Menschenleben, sozialen und wirtschaftlichen Kosten bezahlt hat".

In Italien treten am Montag verschärfte Restriktionen für Menschen in Kraft, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Voraussetzung für den Besuch von Innenräumen von Restaurants, Museen, Kinos, Theatern und Sportveranstaltungen ist dann nicht mehr der "grüne Pass", der eine Corona-Impfung, eine überstandene Covid-19-Erkrankung oder einen aktuellen negativen Corona-Test belegt, sondern der "Super grüne Pass", der nur Geimpften oder Genesenen ausgestellt wird. Der bisherige grüne Pass ist dann nur noch für das Aufsuchen des Arbeitsplatzes einsetzbar.

Italien war das erste Land in Europa, das stark von der Corona-Pandemie betroffen war. Derzeit ist die Lage dort besser als in vielen anderen europäischen Ländern. Am Donnerstag wurden 16.800 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden sowie 72 Todesopfer gemeldet. Eine Zunahme der Ansteckungen sowie das Auftreten der neuen Coronavirus-Variante Omikron lösen aber auch in Italien Besorgnis aus.

(A.Nikiforov--DTZ)

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