Deutsche Tageszeitung - Floridas Gouverneur DeSantis verschärft Seitenhiebe gegen Trump

Floridas Gouverneur DeSantis verschärft Seitenhiebe gegen Trump


Floridas Gouverneur DeSantis verschärft Seitenhiebe gegen Trump
Floridas Gouverneur DeSantis verschärft Seitenhiebe gegen Trump / Foto: © AFP/Archiv

Der republikanische Gouverneur des US-Bundesstaates Florida und mögliche Präsidentschaftsbewerber Ron DeSantis hat seine Seitenhiebe gegen Ex-Präsident Donald Trump verschärft. In einem am Mittwoch in Auszügen veröffentlichten Interview für den Streamingdienst Fox Nation sagte der rechte Politiker auf die Frage, was ihn von Trump unterscheide, in seiner Regierungsarbeit gebe es "kein tägliches Drama".

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"Für mich ist es nicht wichtig, mit Menschen auf Online-Plattformen zu kämpfen", sagte DeSantis, der als potenziell gefährlichster Rivale Trumps im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner 2024 gilt. "Das bringt den Menschen nichts, die ich repräsentiere."

Auf die Frage von Moderator Piers Morgan, ob er bei der Präsidentschaftswahl 2024 Amtsinhaber Joe Biden von der Demokratischen Partei besiegen könnte, antwortete der 44-Jährige: "Das denke ich." Er fügte dann hinzu, das bedeute nicht, dass er tatsächlich auch antreten werde.

DeSantis gilt als der aufstrebende Star der Republikanischen Partei. Der Politiker führt in Florida einen scharf rechten Kurs und wurde im vergangenen Herbst mit einem Erdrutschsieg zum Gouverneur wiedergewählt. Er hat noch keine Präsidentschaftsbewerbung verkündet, es wird aber erwartet, dass er in den kommenden Monaten in das Präsidentschaftsrennen einstiegt.

Trump hat in den vergangenen Monaten eine Reihe von Verbalattacken gegen DeSantis gefahren. Das gilt als Zeichen dafür, dass der 76-jährige Rechtspopulist seinen mehr als 30 Jahre jüngeren Rivalen als echte Gefahr ansieht.

DeSantis hat eine offene Auseinandersetzung mit dem Ex-Präsidenten bislang vermieden, Trump aber zuletzt mehrere Seitenhiebe verpasst. So kritisierte der Gouverneur am Montag angesichts einer drohenden Anklage gegen Trump wegen einer Schweigegeldzahlung an eine Pornodarstellerin zwar die zuständige Staatsanwaltschaft von Manhattan.

Bei einer Pressekonferenz stichelte er jedoch: "Ich weiß nicht, was es bedeutet, Schweigegeld an einen Pornostar zu zahlen, um Schweigen über eine angebliche Affäre zu sichern." Die klare Abgrenzung zu Trump sorgte für belustigte Reaktionen.

Eine Anklage gegen Trump im Fall der Zahlung an die unter dem Namen Stormy Daniels bekannte Pornodarstellerin Stephanie Clifford vor der Präsidentschaftswahl 2016 scheint näher zu rücken. Trump selbst hatte am Samstag erklärt, er solle am Dienstag festgenommen werde - dazu kam es aber nicht.

Zuständig für eine Anklageerhebung ist eine geheim tagende sogenannte Grand Jury in Manhattan. Medienberichten zufolge wurde eine für Mittwoch geplante Sitzung des Laiengremiums, bei der theoretisch eine Anklage hätte erhoben werden können, gestrichen. Selbst wenn die Grand Jury zu einem späteren Zeitpunkt eine Anklage beschließen sollte, könnte es Tage dauern, bis dies öffentlich wird. Trump müsste dann vor Gericht erscheinen.

(A.Stefanowych--DTZ)

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