Deutsche Tageszeitung - Bombenanschlag auf Privatanwesen in Wittmund: Auftraggeber in Untersuchungshaft

Bombenanschlag auf Privatanwesen in Wittmund: Auftraggeber in Untersuchungshaft


Bombenanschlag auf Privatanwesen in Wittmund: Auftraggeber in Untersuchungshaft
Bombenanschlag auf Privatanwesen in Wittmund: Auftraggeber in Untersuchungshaft / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als sechs Monate nach einem Bombenanschlag im niedersächsischen Wittmund ist der mutmaßliche Auftraggeber gefasst worden. Das Amtsgericht Osnabrück erließ Untersuchungshaftbefehl gegen den 25-Jährigen, wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück am Montag mitteilte. Der Beschuldigte befindet sich seit Freitag in Untersuchungshaft.

Textgröße ändern:

Hintergrund sind Ermittlungen der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen der Staatsanwaltschaft Osnabrück zu einer Explosion im Mai auf einem privaten Anwesen in Wittmund. Dabei wurden ein hochpreisiges Fahrzeug vollständig zerstört und das Wohnanwesen der Eigentümerfamilie stark beschädigt. Es entstand ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich.

Der mutmaßliche Bombenleger wurde bereits im Juni festgenommen. Er gestand, den Sprengsatz gelegt zu haben. Das Amtsgericht Osnabrück setzte den Haftbefehl gegen den zur Tatzeit 19-Jährigen gegen Auflagen außer Vollzug.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde nun auch der mutmaßliche Auftraggeber des Anschlags festgenommen. Dem gingen zahlreiche Durchsuchungen und verdeckte Ermittlungsmaßnahmen voraus. Angaben zu den Hintergründen der Tat wurden bislang nicht gemacht.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Urteil in NRW: Möbilierte Mikro-Apartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen

Möbilierte Mikroapartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln nach einer Mitteilung vom Dienstag und wies damit die Klage einer Immobiliengesellschaft auf Erteilung einer Abrissgenehmigung für drei Wohnhäuser in Köln ab. Die Stadt habe die Abrissgenehmigung zu Recht abgelehnt. (Az.: 28 K 3595/24).

Trump-Regierung geht zum dritten Mal gegen Ex-FBI-Chef Comey vor

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump geht zum dritten Mal strafrechtlich gegen den früheren FBI-Chef James Comey vor. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Strafanzeige hervorgeht, wird dem prominenten Trump-Kritiker zur Last gelegt, Informationen zur nationalen Verteidigung weitergegeben zu haben. Comey wies die Vorwürfe zurück.

Jordanien meldet mehr als 20 getötete Dschihadisten nach Luftangriffen in Syrien

Bei jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien sind jordanischen Angaben zufolge mehr als 20 Dschihadisten getötet worden. Auch ein großes Waffenlager der Islamisten sei bei dem Angriff am Montag zerstört worden, teilte der jordanische Regierungssprecher Mohammed Al Momani am Dienstag mit. Zugleich war Amman bemüht, die Beziehungen zu Syrien nicht zu beeinträchtigen und erklärte, es habe "großen Respekt" für den syrischen Staat. Syrien schloss als Reaktion auf den jordanischen Angriff in Syrien einen Grenzübergang zu Jordanien und prangerte eine Verletzung seines Luftraums an.

Anschlag bei Paris: Prominente protestieren gegen Rassismus in Frankreich

Nach dem rassistischen Anschlag nahe Paris, bei dem ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt wurden, haben etwa 100 Persönlichkeiten aus Kultur und Sport gegen Rassismus protestiert. "Wir wussten, dass die Worte des Hasses erneut mit Töten enden würden", steht über dem am Dienstag von dem Magazin "Politis" veröffentlichten Aufruf. Zu den Unterzeichnern zählen der Schauspieler Omar Sy, der Filmemacher Michel Hazanavicius, der ehemalige Fußballstar Lilian Thuram und zahlreiche Rapper. Die Unterzeichner wandten sich gegen "Gleichgültigkeit" und forderten eine Schweigeminute in der Nationalversammlung für den Getöteten.

Textgröße ändern: