Deutsche Tageszeitung - Merkel trauert um verstorbenen Schäuble: "Überragende Persönlichkeit"

Merkel trauert um verstorbenen Schäuble: "Überragende Persönlichkeit"


Merkel trauert um verstorbenen Schäuble: "Überragende Persönlichkeit"
Merkel trauert um verstorbenen Schäuble: "Überragende Persönlichkeit" / Foto: © AFP/Archiv

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bestürzt auf den Tod des langjährigen CDU-Politikers Wolfgang Schäuble reagiert. Deutschland verliere mit Schäuble "eine überragende Persönlichkeit mit politischer und programmatischer Weitsicht", erklärte Merkel am Mittwoch. Sie trauere um einen Politiker, "der unser Land in vielfältiger Weise geprägt hat."

Textgröße ändern:

Merkel würdigte Schäuble als einen der Architekten der Deutschen Einheit sowie als "Vordenker der deutsch-französischen Freundschaft" und leidenschaftlichen Europäer. Als sie junge Ministerin gewesen sei, sei er ihr politischer Lehrmeister gewesen, erklärte Merkel. "Als Bundesinnenminister und Bundesfinanzminister war er einer der Anker meiner ersten drei Kabinette."

Gespräche mit Schäuble seien immer eine intellektuelle Bereicherung gewesen, fügte Merkel hinzu. Sie habe seine Disziplin bewundert, "auch sich selbst gegenüber, die er trotz und mit seiner Querschnittlähmung nach einem Attentat aufbrachte." Er sei damit "Millionen Menschen ein Vorbild" geworden. "Wolfgang Schäubles Stimme werden wir in Deutschland vermissen, sein Rat wird mir persönlich fehlen", erklärte Merkel.

Der am Dienstag im Alter von 81 Jahren gestorbene Schäuble war 2005 bis 2009 Bundesinnenminister unter Kanzlerin Merkel und zwischen 2009 und 2017 in ihrem zweiten und dritten Kabinett Bundesfinanzminister.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen: Damaskus und Amman wollen Krise beilegen

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien haben sich beide Länder auf die Beilegung ihrer seit Jahren schwersten Krise geeinigt. Sie seien entschlossen, ihre guten Beziehungen aufrechtzuerhalten, hieß es am Dienstag in einer vom syrischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Demnach nahm Jordaniens Außenminister Ajman Safadi am Dienstag Kontakt zu seinem syrischen Kollegen Assaad al-Schaibani auf.

Regierungskreise: USA wollen Flávio Bolsonaro und seiner Familie Visa geben

Die USA sind zur Aufnahme des unterlegenen brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro und seiner Familie bereit. "Das Außenministerium wird Flavio Bolsonaro und seiner Familie Visa ausstellen und ihnen die Einreise in die Vereinigten Staaten gestatten", erklärte ein hochrangiger Vertreter des Ministeriums am Dienstag in Washington. Der Sender CNN, die "New York Times" und andere Medien hatten zuvor berichtet, Bolsonaro sei auf dem Weg in die USA.

Block-Prozess: Oberlandesgericht soll über beschlagnahmte Aufzeichnungen entscheiden

Der Streit um die beschlagnahmten Tonaufzeichnungen einer "Zeit"-Journalistin im Zusammenhang mit dem Strafprozess um die Entführung von zwei Kindern der Steakhauskettenerbin Christina Block landet vor dem Hamburger Oberlandesgericht. Das Landgericht der Hansestadt beschloss am Dienstag, die Beschwerden der Zeitung "Zeit" und der betroffenen Journalistin diesem zur Entscheidung vorzulegen. Laut Gerichtsangaben änderte die für das Verfahren zuständige Kammer die entsprechenden Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse "aus Klarstellungsgründen" zugleich ab.

Urteil in NRW: Möbilierte Mikro-Apartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen

Möbilierte Mikroapartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln nach einer Mitteilung vom Dienstag und wies damit die Klage einer Immobiliengesellschaft auf Erteilung einer Abrissgenehmigung für drei Wohnhäuser in Köln ab. Die Stadt habe die Abrissgenehmigung zu Recht abgelehnt. (Az.: 28 K 3595/24).

Textgröße ändern: