Deutsche Tageszeitung - Prozess gegen drei Polizisten wegen brutaler Festnahme eines schwarzen Franzosen

Prozess gegen drei Polizisten wegen brutaler Festnahme eines schwarzen Franzosen


Prozess gegen drei Polizisten wegen brutaler Festnahme eines schwarzen Franzosen
Prozess gegen drei Polizisten wegen brutaler Festnahme eines schwarzen Franzosen / Foto: © AFP/Archiv

Ein Polizist hatte ihm einen Schlagstock in den Po gerammt: Die gewaltsame Festnahme des damals 22 Jahre alten Théo Luhaka, eines Franzosen mit afrikanischen Wurzeln, hatte 2017 in Frankreich großes Aufsehen erregt. Von Dienstag an müssen sich drei Polizisten wegen ihres Gewalteinsatzes vor Gericht verantworten. Den Vorwurf der Vergewaltigung hatte die Staatsanwaltschaft fallengelassen.

Textgröße ändern:

Der junge Mann, der sich vor der Festnahme keines Vergehens schuldig gemacht hatte und sich heftig dagegen wehrte, trug eine lebenslange Behinderung davon. Der Vorfall, von dem sich mehrere Videos in den Online-Netzwerken verbreiteten, hatte zu gewaltsamen Unruhen in Pariser Vorstädten geführt. Die Polizisten wurden nach einer internen Untersuchung zunächst nur mit leichten Sanktionen belegt, was die Menschenrechtsbeauftragte Claire Hédon nach einer mehrjährigen Recherche 2020 massiv kritisierte.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen: Damaskus und Amman wollen Krise beilegen

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien haben sich beide Länder auf die Beilegung ihrer seit Jahren schwersten Krise geeinigt. Sie seien entschlossen, ihre guten Beziehungen aufrechtzuerhalten, hieß es am Dienstag in einer vom syrischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Demnach nahm Jordaniens Außenminister Ajman Safadi am Dienstag Kontakt zu seinem syrischen Kollegen Assaad al-Schaibani auf.

Regierungskreise: USA wollen Flávio Bolsonaro und seiner Familie Visa geben

Die USA sind zur Aufnahme des unterlegenen brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro und seiner Familie bereit. "Das Außenministerium wird Flavio Bolsonaro und seiner Familie Visa ausstellen und ihnen die Einreise in die Vereinigten Staaten gestatten", erklärte ein hochrangiger Vertreter des Ministeriums am Dienstag in Washington. Der Sender CNN, die "New York Times" und andere Medien hatten zuvor berichtet, Bolsonaro sei auf dem Weg in die USA.

Block-Prozess: Oberlandesgericht soll über beschlagnahmte Aufzeichnungen entscheiden

Der Streit um die beschlagnahmten Tonaufzeichnungen einer "Zeit"-Journalistin im Zusammenhang mit dem Strafprozess um die Entführung von zwei Kindern der Steakhauskettenerbin Christina Block landet vor dem Hamburger Oberlandesgericht. Das Landgericht der Hansestadt beschloss am Dienstag, die Beschwerden der Zeitung "Zeit" und der betroffenen Journalistin diesem zur Entscheidung vorzulegen. Laut Gerichtsangaben änderte die für das Verfahren zuständige Kammer die entsprechenden Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse "aus Klarstellungsgründen" zugleich ab.

Urteil in NRW: Möbilierte Mikro-Apartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen

Möbilierte Mikroapartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln nach einer Mitteilung vom Dienstag und wies damit die Klage einer Immobiliengesellschaft auf Erteilung einer Abrissgenehmigung für drei Wohnhäuser in Köln ab. Die Stadt habe die Abrissgenehmigung zu Recht abgelehnt. (Az.: 28 K 3595/24).

Textgröße ändern: