Deutsche Tageszeitung - Anklage in Wuppertal: Frühere Tafelmitarbeiter sollen Spenden abgezweigt haben

Anklage in Wuppertal: Frühere Tafelmitarbeiter sollen Spenden abgezweigt haben


Anklage in Wuppertal: Frühere Tafelmitarbeiter sollen Spenden abgezweigt haben
Anklage in Wuppertal: Frühere Tafelmitarbeiter sollen Spenden abgezweigt haben / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Verdachts illegaler Machenschaften früherer Tafelmitarbeiter mit einem Schaden von mindestens hunderttausend Euro ist in Wuppertal Anklage erhoben worden. Es bestehe der hinreichende Verdacht, dass ehemalige Mitarbeiter unter anderem gespendete Schokolade und FFP2-Masken abgezweigt und verkauft hätten, erklärte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Mittwoch. Im Mittelpunkt stehen fünf Beschuldigte im Alter zwischen 33 und 73 Jahren.

Textgröße ändern:

Hauptverdächtig seien ein ehemaliger Kantinenleiter und ein ebenfalls nicht mehr bei der Tafel tätiger Lagerleiter. Sie sollen die Lebensmittel- und Sachspenden während der Coronapandemie abgezweigt und verkauft haben. Ein damaliger Vorstand soll von den Machenschaften gewusst haben, aber nicht eingeschritten sein, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter.

Beschuldigt wird in der Anklage zudem eine 40-Jährige wegen des Vorwurfs des Subventionsbetrugs. Sie soll während der Coronapandemie zu Unrecht Mittel aus der Soforthilfe beantragt und erhalten haben. Insgesamt geht die Staatsanwaltschaft hinsichtlich aller Vorwürfe von einem Schaden im unteren sechsstelligen Bereich aus.

Die Ermittlungen liefen demnach bereits seit März 2021. Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun das Amtsgericht Wuppertal. Gegen derzeitige Tafelmitarbeiter bestehe kein Tatverdacht, betonte die Staatsanwaltschaft.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen: Damaskus und Amman wollen Krise beilegen

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien haben sich beide Länder auf die Beilegung ihrer seit Jahren schwersten Krise geeinigt. Sie seien entschlossen, ihre guten Beziehungen aufrechtzuerhalten, hieß es am Dienstag in einer vom syrischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Demnach nahm Jordaniens Außenminister Ajman Safadi am Dienstag Kontakt zu seinem syrischen Kollegen Assaad al-Schaibani auf.

Regierungskreise: USA wollen Flávio Bolsonaro und seiner Familie Visa geben

Die USA sind zur Aufnahme des unterlegenen brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro und seiner Familie bereit. "Das Außenministerium wird Flavio Bolsonaro und seiner Familie Visa ausstellen und ihnen die Einreise in die Vereinigten Staaten gestatten", erklärte ein hochrangiger Vertreter des Ministeriums am Dienstag in Washington. Der Sender CNN, die "New York Times" und andere Medien hatten zuvor berichtet, Bolsonaro sei auf dem Weg in die USA.

Block-Prozess: Oberlandesgericht soll über beschlagnahmte Aufzeichnungen entscheiden

Der Streit um die beschlagnahmten Tonaufzeichnungen einer "Zeit"-Journalistin im Zusammenhang mit dem Strafprozess um die Entführung von zwei Kindern der Steakhauskettenerbin Christina Block landet vor dem Hamburger Oberlandesgericht. Das Landgericht der Hansestadt beschloss am Dienstag, die Beschwerden der Zeitung "Zeit" und der betroffenen Journalistin diesem zur Entscheidung vorzulegen. Laut Gerichtsangaben änderte die für das Verfahren zuständige Kammer die entsprechenden Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse "aus Klarstellungsgründen" zugleich ab.

Urteil in NRW: Möbilierte Mikro-Apartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen

Möbilierte Mikroapartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln nach einer Mitteilung vom Dienstag und wies damit die Klage einer Immobiliengesellschaft auf Erteilung einer Abrissgenehmigung für drei Wohnhäuser in Köln ab. Die Stadt habe die Abrissgenehmigung zu Recht abgelehnt. (Az.: 28 K 3595/24).

Textgröße ändern: