Deutsche Tageszeitung - Münchner Fußballtrainer wegen Missbrauchs zahlreicher Kinder vor Gericht

Münchner Fußballtrainer wegen Missbrauchs zahlreicher Kinder vor Gericht


Münchner Fußballtrainer wegen Missbrauchs zahlreicher Kinder vor Gericht
Münchner Fußballtrainer wegen Missbrauchs zahlreicher Kinder vor Gericht / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des sexuellen Missbrauchs einer Vielzahl seiner Jugendspieler in einem Münchner Fußballverein steht seit Donnerstag ein Trainer vor dem Landgericht München I. Dem 47 Jahre alten Giuseppe T. werden Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen, Körperverletzung und andere Delikte vorgeworfen. Er sitzt seit Oktober 2022 in Untersuchungshaft.

Textgröße ändern:

Der von 2014 bis 2020 als sportlicher Leiter eines Münchner Fußballvereins tätige T. genoss laut Anklage der Staatsanwaltschaft ein sehr hohes Ansehen bei den Jugendspielern des Vereins. Er galt demnach als äußerst kompetent, zumal er auch bereits Profifußballer trainiert hatte.

Diese Stellung habe der Trainer ausgenutzt, um die Jungen sexuell missbrauchen zu können. Der Anklage zufolge soll T. den Spielern von ihm vorgenommene physiotherapeutische Behandlungen angeordnet haben, obwohl er selbst gar kein Physiotherapeut ist. Die Jungen mussten sich dafür nackt von ihm behandeln lassen.

Diese vermeintlichen Behandlungen der sexuell unerfahrenen Jungen habe er zum Missbrauch und zur Vergewaltigung ausgenutzt. Die Taten fanden demnach in der abgeschlossenen Kabine des Fußballvereins und im Privathaus des Angeklagten statt.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen: Damaskus und Amman wollen Krise beilegen

Nach jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien haben sich beide Länder auf die Beilegung ihrer seit Jahren schwersten Krise geeinigt. Sie seien entschlossen, ihre guten Beziehungen aufrechtzuerhalten, hieß es am Dienstag in einer vom syrischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Demnach nahm Jordaniens Außenminister Ajman Safadi am Dienstag Kontakt zu seinem syrischen Kollegen Assaad al-Schaibani auf.

Regierungskreise: USA wollen Flávio Bolsonaro und seiner Familie Visa geben

Die USA sind zur Aufnahme des unterlegenen brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro und seiner Familie bereit. "Das Außenministerium wird Flavio Bolsonaro und seiner Familie Visa ausstellen und ihnen die Einreise in die Vereinigten Staaten gestatten", erklärte ein hochrangiger Vertreter des Ministeriums am Dienstag in Washington. Der Sender CNN, die "New York Times" und andere Medien hatten zuvor berichtet, Bolsonaro sei auf dem Weg in die USA.

Block-Prozess: Oberlandesgericht soll über beschlagnahmte Aufzeichnungen entscheiden

Der Streit um die beschlagnahmten Tonaufzeichnungen einer "Zeit"-Journalistin im Zusammenhang mit dem Strafprozess um die Entführung von zwei Kindern der Steakhauskettenerbin Christina Block landet vor dem Hamburger Oberlandesgericht. Das Landgericht der Hansestadt beschloss am Dienstag, die Beschwerden der Zeitung "Zeit" und der betroffenen Journalistin diesem zur Entscheidung vorzulegen. Laut Gerichtsangaben änderte die für das Verfahren zuständige Kammer die entsprechenden Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse "aus Klarstellungsgründen" zugleich ab.

Urteil in NRW: Möbilierte Mikro-Apartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen

Möbilierte Mikroapartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln nach einer Mitteilung vom Dienstag und wies damit die Klage einer Immobiliengesellschaft auf Erteilung einer Abrissgenehmigung für drei Wohnhäuser in Köln ab. Die Stadt habe die Abrissgenehmigung zu Recht abgelehnt. (Az.: 28 K 3595/24).

Textgröße ändern: