Deutsche Tageszeitung - Kampf gegen Gasleck im hessischen Hadamar - Anwohner bei Explosion verletzt

Kampf gegen Gasleck im hessischen Hadamar - Anwohner bei Explosion verletzt


Kampf gegen Gasleck im hessischen Hadamar - Anwohner bei Explosion verletzt
Kampf gegen Gasleck im hessischen Hadamar - Anwohner bei Explosion verletzt / Foto: © AFP/Archiv

Im hessischen Hadamar kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen einen massiven Gasaustritt aus einem Lagertank auf einem Unternehmensgelände. In der Nacht zu Dienstag kam es im evakuierten Sperrkreis rund um den Ort des Geschehens nach Angaben von Stadtverwaltung und Polizei zu einer schweren Explosion in einem Einfamilienhaus, bei der ein eigenmächtig in den abgesperrten Bereich zurückgekehrter Anwohner schwer verletzt wurde. Die Behörden warnten eindringlich vor einem Betreten.

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Laut Stadtverwaltung wurde am Montag bei Wartungsarbeiten ein Ventil an einem unterirdischen Flüssigastank mit einem Volumen von 400 Kubikmetern bei einem Gashandelsunternehmen im Stadtteil Niederzeuzheim beschädigt, so dass unkontrolliert Propangas ausströmt. Es besteht akute Explosionsgefahr. Mehrere Versuche, das Ventil abzudichten, schlugen fehl. Für die Nacht wurden die Arbeiten demnach aus Sicherheitsgründen zunächst unterbrochen.

Die Einsatzkräfte richteten rund um das Firmengelände einen Sperrkreis mit einem Radius von 300 Metern ein. Davon betroffen waren nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 560 Menschen, auch eine Landesstraße sowie eine Bahnstrecke zwischen Limburg und Westerburg waren gesperrt. Für Evakuierte wurde ein Evakuierungszentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten eingerichtet.

Gegen Mitternacht kam es laut Polizei und Stadtverwaltung aus ungeklärten Gründen dann zu einer massiven Explosion in einem Einfamilienhaus innerhalb der Sperrzone, wodurch das Gebäude einstürzte. Ein 44-jähriger Anwohner sei "widerrechtlich" in sein evakuiertes Wohnhaus zurückgekehrt, teilte die Polizei dazu mit. Er habe sich selbst aus den Trümmern befreien können und sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

(P.Vasilyevsky--DTZ)