Deutsche Tageszeitung - Ermittlungen nach tödlichem Unfall in Achterbahn in Rheinland-Pfalz eingestellt

Ermittlungen nach tödlichem Unfall in Achterbahn in Rheinland-Pfalz eingestellt


Ermittlungen nach tödlichem Unfall in Achterbahn in Rheinland-Pfalz eingestellt
Ermittlungen nach tödlichem Unfall in Achterbahn in Rheinland-Pfalz eingestellt / Foto: © AFP/Archiv

Fast zwei Jahre nach dem tödlichen Sturz einer Frau aus einer fahrenden Achterbahn im rheinland-pfälzischen Klotten hat die Staatsanwaltschaft Koblenz ihre Ermittlungen eingestellt. Ein ausreichender Tatverdacht für eine fahrlässige Tötung gegen einen bestimmten Menschen habe nicht festgestellt werden können, wie die Behörde am Montag mitteilte. Demnach ist von einem tragischen Unglück auszugehen.

Textgröße ändern:

Die Anlage war zum Unfallzeitpunkt ordnungsgemäß gewartet und geprüft. Technische Mängel seien nicht festgestellt worden. Den Ermittlungen zufolge schloss die verunglückte Frau den Sicherheitsbügel am Unfalltag selbst. Eine Rekonstruktion habe gezeigt, dass die 57-Jährige durch ihren Körperbau und die an der Unfallstelle wirkenden Fliehkräfte offenbar trotz geschlossener Sicherheitsbügel aus dem Wagen gehoben wurde, hieß es.

Dies sei für den Parkbetreiber und die Mitarbeiter nicht vorhersehbar gewesen. Die zuständigen Aufsichtsbehörden trafen laut Staatsanwaltschaft Vorkehrungen, damit sich Vergleichbares nicht wiederholen kann.

Das Unglück hatte sich im August 2022 ereignet. Die 57-Jährige war im Wild- und Freizeitpark Klotten aus einer fahrenden Achterbahn rund acht Meter in die Tiefe gestürzt. Sie erlag ihren Verletzungen noch vor Ort.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben

Weil er einem Beamten über Jahre hinweg trotz voller Bezüge keine Arbeitsaufträge gegeben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen ehemaligen Verbandsbürgermeister aus Rheinland-Pfalz erhoben. Ihm wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. In dem Zusammenhang erhob sie eine weitere Anklage gegen einen zwischenzeitlich suspendierten leitenden Beamten der Verbandsgemeinde wegen Untreue.

Textgröße ändern: